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05.06.2019 Drucken

Bauen + Wohnen - Ludwigshafen

Der Platznot vorbeugen

Ein Keller kann die Wohnung entlasten – Sehr flexibel nutzbar

Es heißt, Platz sei in der kleinsten Hütte. Dennoch beklagen sich viele Menschen, dass ihre Räume und Schränke zu Hause immer voller werden; dass der Kinderwagen, die trocknende Wäsche und das Bügelbrett irgendwie immer im Weg stehen; und dass nicht einmal mehr das Auto in die Garage passt. „Selbst Hausbesitzer können in Platznot geraten, wenn sie ihren Flächenbedarf vor dem Hausbau oder -kauf falsch einschätzen. Gerade auch das Fehlen eines Kellers macht sich schnell bemerkbar“, sagt Steffen Allmann von der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF).

Ein moderner Fertigkeller bietet viel Nutzraum, unter anderem für die Heizungsanlage. FOTO: GÜF/GLATTHAAR
Ein moderner Fertigkeller bietet viel Nutzraum, unter anderem für die Heizungsanlage. FOTO: GÜF/GLATTHAAR

Ein Keller vergrößert die Wohn- und Nutzfläche eines Hauses durchschnittlich um etwa 40 Prozent – und das führt bei einem modernen Fertigkeller zu einem finanziellen Mehraufwand von nur rund 20 Prozent. Damit sei der Keller das mit Abstand kostengünstigste Stockwerk, so Allmann. „Und das obwohl er heute längst nicht nur Nutzfläche, sondern auch komfortable und sogar problemlos vermietbare Wohnfläche bietet.“ Als Platzreserve für den wertvollen überirdischen Wohnraum könne ein Fertigkeller schließlich nicht hoch genug eingeschätzt werden, und er sei zudem ganz individuell nutzbar.

„Prädestinierter Stellplatz“

Klassiker unter den beliebtesten Nutzungsmöglichkeiten eines Untergeschosses sind der Technikraum, der Hobbyraum und ein multifunktionaler Hauswirtschaftsraum. Während ein Hobbyraum einen spürbaren Mehrwert an Wohnkomfort beziehungsweise Lebensfreude in den eigenen vier Wänden bedeutet, machen sich Technik- und Hauswirtschaftsraum im Keller vor allem auch durch mehr Platz im Erdgeschoss – beispielsweise für ein Gäste- oder Ankleidezimmer – bemerkbar. „Hausarbeit und Haustechnik gehören zum Wohnen selbstverständlich dazu, dennoch möchte man die Waschmaschine und die Heizung nicht ständig vor Augen oder ihre Geräusche in den Ohren haben. Der Keller ist daher ihr prädestinierter Stellplatz“, weiß der Kellerexperte.

Damit auch das Auto auf seinen angestammten Stellplatz passt, kann der Keller auf Wunsch immer auch Abstellfläche für Kisten, Winterreifen, Gartenmöbel und weitere Dinge, die eine Garage übervölkern können, bereithalten. Apropos Gartenmöbel: Wer seinen Grundriss im Erd- und Obergeschoss von Anfang an etwas kompakter plant, weil Haustechnik und Co. in den Keller kommen, darf sich unter Umständen auch über einen größeren Garten freuen. Und anders als ein Gartenhäuschen bietet der Keller schließlich ganzjährigen Schutz vor Frost und einen komfortablen Zugang, ohne vor die Tür zu müssen.

„Die Entscheidung gegen einen Keller lässt sich nachträglich nicht mehr rückgängig machen, während beispielsweise ein Obergeschoss auch noch später ausgebaut werden kann. Ein Keller beschert Baufamilien höchstmögliche Flexibilität und noch mehr individuell erlebbaren Komfort in ihrem Eigenheim“, so Allmann. GÜF/FT
 

Baugrund untersuchen lassen

FOTO: GÜF/GLATTHAAR
FOTO: GÜF/GLATTHAAR

Wer ein Baugrundstück kaufen möchte, sollte ein fachmännisches Baugrundgutachten erstellen lassen, wie die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) empfiehlt. So muss etwa ein zu weicher Boden vor dem Bau verbessert oder ausgetauscht werden. Bei hoch stehendem Grundwasser ist auf eine Abdichtung des untersten Stockwerks zu achten. Ein geologisches Gutachten gebe detailliert Aufschluss darüber, welche Maßnahmen im Fall der Fälle zu treffen wären und ob diese in das Budget der Baufamilie passen. msw/GÜF/FT

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