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Der Natur auf der Spur

Mit Natur- und Wildnispädagogik wird die Natur Partner und Lehrer

Die „kleine Wildnis“ entdecken: Auch in Waldkindergärten arbeiten Natur- und Wildnispädagogen. FOTO: TANYA - STOCK.ADOBE.COM

13.09.2021

Die Gesetze der Natur beachten, die Umwelt bewahren – das wird gerade in den Zeiten des Klimawandels zunehmend als Bildungsanliegen formuliert. Das Berufsbild des Natur- und Wildnispädagogen zeigt, dass eine Umsetzung des naturpädagogischen Gedankens in Schulen, Kindergärten und Erwachsenenbildung möglich ist und ständig weiterentwickelt wird.

Was versteht man unter Natur- und Wildnispädagogik?

Ökologisches Bewusstsein direkt in der Natur, vor der eigenen Haustür zu vermitteln, ist das Ziel von Natur- und Wildnispädagogen, die überwiegend in der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch in der Erwachsenenbildung tätig sind. Sie begeistern für Natur und die „kleine Wildnis“ im nahen Umfeld. Sie leiten an, gemeinsam zu entdecken, zu experimentieren und zu lernen.

Es werden spielerisch Wissen und Fähigkeiten erarbeitet, wie man in der Natur lebt und überlebt und wie man die Gesetzmäßigkeiten des ökologischen Systems achtet. Es ist kreative und experimentelle Bildungsarbeit, mit der Natur als Erfahrungsraum, als „Partner und Lehrmeister“: Wer findet den Weg auch ohne Karte und Kompass? Wer kennt essbare Wildpflanzen, und wie mache ich Wasser zu Trinkwasser? Was sagen mir Spuren und Fährten?

Wie wird man Natur- und Wildnispädagoge?

Natur- und Wildnispädagogik in Deutschland hat kein einheitliches Konzept und wird unter verschiedenen pädagogischen Leitlinien von unterschiedlichen Organisationen, Institutionen und Vereinen betrieben. Auch die Grenzen zwischen Natur-, Wildnis-, Wald- und Umweltpädagogik sind fließend.

Für wen passt die Ausbildung?

Prädestiniert sind Menschen in pädagogischen und therapeutischen Berufen, in lehrenden und unterrichtenden Tätigkeiten; aus naturwissenschaftlichen Bereichen, Beschäftigte im Forstbereich, Freizeit, Tourismus oder Menschen, die sich durch eine nachhaltige und ganzheitliche Lebensweise in und mit der Natur weiterentwickeln möchten.

Die Länge der Ausbildung erstreckt sich in der Regel über ein Jahr in mehreren Modulen, um die Natur in allen vier Jahreszeiten abbilden zu können. Sie ist in Block- und Wochenendseminaren auch gut berufsbegleitend möglich und qualifiziert dazu, professionelle natur- und wildnispädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu planen und durchzuführen.

Wo arbeiten Natur- und Wildnispädagogen?

Der Bedarf für diesen Bereich wird immer größer: Ein kreatives Arbeitsumfeld findet sich bei Naturschutzverbänden, Waldkindergärten und in der außerschulischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Einsatzmöglichkeiten bieten sich bei etablierten Natur- und Wildnisschulen, bei städtischen Ferienprojekten in Natur und Umwelt und zunehmend bei Familienbildungsstätten, wie beispielsweise in der Pfalz bei der „Villa familia“ (Info unter villafamilia.de). arf
 


Einfühlsame Lebensretter

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter

Eine ältere Frau ist auf der Straße ausgerutscht und hat sich wahrscheinlich mehrere Knochen gebrochen. Nach dem Anruf eilt der Notfallsanitäter sofort zu seinem Einsatzwagen und fährt los. Das ist Alltag in der Ausbildung.

Notfallsanitäter sind bei Notfällen oft als Erste zur Stelle: Sie versorgen die Patienten vor Ort und entscheiden, ob ein Arzt hinzugezogen werden muss. In ernsten Fällen leiten sie lebensrettende Maßnahmen ein, bis ein Arzt eintrifft und übernimmt. Muss ein Verletzter ins Krankenhaus, betreuen sie ihn während der Fahrt – und überwachen die lebenserhaltenden Körperfunktionen.

Notfallsanitäter helfen anderen. Das gibt Auszubildenden am Ende des Tages das angenehme Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Sie erleben aber auch jeden Tag Schmerzen, Leid und Trauer. „Um das aushalten zu können, müssen Bewerber psychisch stabil sein und eine gefestigte Persönlichkeit haben“, erklärt Kersten Enke. Der Die Ausbildung zum Notfallsanitäter Diplom-Gesundheitslehrer ist der Leiter des Bildungsinstituts Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Akademie.

Neben der psychischen Belastbarkeit braucht es körperliche Fitness. Gefragt sind ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten. Man muss auf den Hilfebedürftigen eingehen, ihm je nach Situation Mut und Trost zusprechen. Auch Angehörige brauchen mitunter Zuspruch. Notfallsanitäter arbeiten auf Rettungsfahrzeugen, bei Hilfsorganisationen oder in größeren Betrieben. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Von Bewerbern wird mindestens die Mittlere Reife erwartet.

Medikamente richtig zu handhaben, lernen angehende Notfallsanitäter auch in Krankenhäusern. Dort absolvieren sie im Rahmen der Ausbildung Praktika. Nach der Ausbildung kann man sich zum Praxisanleiter für Notfallsanitäter weiterbilden lassen oder ein Studium anschließen, zum Beispiel in den Fächern Sanitäts- und Rettungsmedizin oder Rettungsmanagement. dpa/msw