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15.02.2020 Drucken

Gesundheit & Wohlbefinden - Landau

Mehr Kalorien bei Mediennutzung

Essen vorm Fernseher kann einer Studie zufolge zu Übergewicht führen

Wissenschaftler aus den USA untersuchten, ob es die Nahrungsaufnahme beeinflusst, wenn Menschen während des Essens Medien wie den Fernseher, Online-Videos oder beispielsweise Hörbücher nutzen. Sie zeigten, dass dies durchaus der Fall war: Menschen konsumierten bei gleichzeitiger Mediennutzung durchschnittlich 149 Kalorien mehr. Da die Menschen dieses Mehr an Kalorien bei darauffolgenden Mahlzeiten nicht kompensierten, könnte dies langfristig Übergewicht begünstigen. Darüber berichtete das Deutsche Gesundheitsportal in einem Beitrag.
  

Lieber gar nicht erst angewöhnen: Essen vorm Fernseher. FOTO:WAVEVREAKMEDIAMICRO/STOCK.ADOBE.COM
Lieber gar nicht erst angewöhnen: Essen vorm Fernseher. FOTO:WAVEVREAKMEDIAMICRO/STOCK.ADOBE.COM

Heutzutage essen wir häufig „nebenbei“ – während wir fernsehen, beim Surfen im Internet oder bei der Nutzung unseres Smartphones. Wie wirkt sich dies auf die Nahrungsaufnahme aus, fragten sich Wissenschaftler aus den USA und führten eine Studie dazu durch. Die an der Studie teilnehmenden 55 Personen protokollierten drei Tage lang, welche Lebensmittel sie verzehrten und wie häufig sie Medien nutzten.

Test über drei Tage hinweg

Über die drei Tage hinweg machten die Teilnehmer Angaben zu 744 Mahlzeiten (485 Hauptmahlzeiten, 259 Snacks). Bei 133 dieser Mahlzeiten nutzten die Personen nebenbei Medien – und zwar hauptsächlich bei den Hauptmahlzeiten und seltener bei Snacks. Die meisten Menschen (88 Prozent) griffen während der Mahlzeiten auf audiovisuelle Medien wie Fernseher, Filme oder Online-Videos zurück. Ein geringerer Anteil nutzte Medien wie Radio, Podcasts, Hörbücher (11,2 Prozent) oder das Internet (0,8 Prozent).

Die Ergebnisse der Auswertung zeigten, dass die Personen durchschnittlich 149,3 Kalorien mehr verzehrten, wenn sie während der Mahlzeiten Medien nutzten, als wenn sie dies nicht taten. Mahlzeiten, die eingenommen wurden, während Medien genutzt wurden, enthielten mehr Protein, Kohlenhydrate, Fette und gesättigte Fettsäuren. Es gab keine Hinweise darauf, dass die Studienteilnehmer bei der nächsten Mahlzeit weniger aßen, um zu kompensieren, dass sie bei der Mahlzeit mit Mediennutzung mehr gegessen hatten.

Sich ganz den Speisen widmen

Die Experten kommen also zu dem Ergebnis, dass Mahlzeiten, die konsumiert werden, während Menschen mit Medien wie dem Fernseher, PC, Smartphone oder ähnlichem beschäftigt sind, zu einer vermehrten Kalorienzufuhr führen können. Um sich davor zu schützen, bei Mahlzeiten zu viel zu essen (und somit auch als Schutz vor Übergewicht), kann es deshalb vermutlich helfen, alle Medien beim Essen außen vor zu lassen und die Mahlzeiten bewusster und aufmerksamer zu konsumieren.  msw
    

Zur Sache: Achtsam essen

Immer mehr Ernährungsexperten raten dazu, sich beim Essen nicht ablenken zu lassen. Mit Achtsamkeit beim Essen soll man sogar abnehmen können. Pauschale Verbote und Vorschriften gibt es dabei nicht. Vielmehr geht es darum, sich Zeit für sich und die Nahrung zu nehmen, die Sinneswahrnehmung zu schulen und auf das Bauchgefühl zu hören. Das Magazin „Women’s Health“ rät dazu, sich folgende Fragen zu stellen, um den bewussten Genuss zu üben: Habe ich überhaupt Hunger? Worauf habe ich Hunger? Wie schmeckt das, was ich esse? Bin ich schon satt? Brauche ich noch mehr? Welche Emotionen verbinde ich mit dem Essen? War/Ist die Mahlzeit nahrhaft? Fühle ich mich gesättigt und gestärkt? Für Einsteiger könne es hilfreich sein, drei Tage lang ein „Nahrungs- und Gefühlstagebuch“ zu führen, um die Technik einzuüben. Denn was einfach klinge, erfordere schon etwas Übung.  wig

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