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15.04.2019 Drucken

SÜW Journal

Hand in Hand

Blickpunkt: Feuerwehren im Landkreis zählen über 1500 Wehrleute

Für die Arbeit der Feuerwehr sind die Verbandsgemeinden zuständig. Der Landkreis hat hingegen die Fachaufsicht über die Feuerwehren und ist für den überörtlichen Brandschutz und den Katastrophenschutz zuständig. Letztlich kommt es darauf an, dass die Feuerwehrleute Hand in Hand zusammenarbeiten, wie Kreisfeuerwehrinspekteur Jens Thiele verdeutlicht. Im Kreis Südliche Weinstraße reicht die Zusammenarbeit noch weiter: Kooperiert wird mit der Feuerwehr in der Stadt Landau und im Elsass. Ein Überblick:

Egal, was geschieht: Verschiedene Feuerwehren und weitere Rettungseinheiten kooperieren miteinander. Foto: Thiele
Egal, was geschieht: Verschiedene Feuerwehren und weitere Rettungseinheiten kooperieren miteinander. Foto: Thiele

Die rechtliche Grundlage für die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz bildet das „Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz“. Darin ist vorgeschrieben, dass die Verbandsgemeinden eine leistungsfähige Feuerwehr unterhalten. Leistungsfähig heißt in Zahlen, dass mindestens sechs Einsatzkräfte in acht Minuten bei einem Brand vor Ort sei müssen. Dabei spielt der Landkreis eine zentrale Rolle: Er ist für die Ausbildung der Feuerwehrleute im Landkreis zuständig. Jährlich werden rund 40 Lehrgänge angeboten und etwa 1000 Feuerwehrleute ausgebildet. Hinzu kommen die eigenen Fahrzeuge und die Ausrüstung, die dem Landkreis gehören und bei den Stützpunktfeuerwehren in den Verbandsgemeinden stationiert sind – auch die Feuerwehrleute dieser Einheiten kommen von den jeweiligen Wehren. Technisch und organisatorisch werden sie von Kreisseite betreut, also vom hauptamtlichen Kreisfeuerwehrinspekteur Jens Thiele oder seinen beiden ehrenamtlichen Stellvertretern Karsten Moock und Dirk Nerding.

Zum Katastrophenschutz gehört auch die rettungsdienstliche Versorgung bei großen Unglücken. Das DRK und die DLRG stellen die Schnelleinsatzgruppen. Mit dabei sind auch die organisatorischen Leiter und die leitenden Notärzte. Und auch hier: Die Koordination läuft beim Landkreis zusammen.

„Die Feuerwehr arbeitet zu 99 Prozent ehrenamtlich“, sagt Jens Thiele. 75 Feuerwehren gibt es in den Orten im Landkreis. Dort sind über 1500 Wehrleute aktiv. Hinzu kommen die zwei Werkfeuerwehren des Pfalzklinikums in Klingenmünster und der Firma Buchmann in Annweiler. Die Feuerwehren setzen auf ihre Nachwuchsarbeit und damit auf die Jugendfeuerwehren, die Kinder und Jugendliche von sechs bis 17 Jahren ansprechen. Die Jugendfeuerwehren zählen etwa 500 Mitglieder, rund 200 Kinder sind bei den Bambinis.

Die örtlichen Feuerwehren bilden laut Jens Thiele nicht nur das Rückgrat des flächendeckenden Brandschutzes, sondern sind auch ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens in den Dörfern. Von dort aus wird immer wieder mit anderen, mit größeren Einheiten kooperiert: Mit den Stützpunktfeuerwehren und den Einheiten des Landkreises bei Großeinsätzen und besonderen Einsätzen.

Überhaupt läuft bei den Feuerwehren vieles Hand in Hand: Der Landkreis unterhält zusammen mit der Stadt Landau einen Gefahrenstoffzug. Und die Drehleitern von Bad Bergzabern und Weißenburg rücken immer wieder über die Grenzen zum Nachbarn aus, um sich gegenseitig zu unterstützen. (tkn)

Ausgezeichnet und verpflichtet

Zahlreiche Feuerwehrleute aus dem Landkreis wurden in diesem Jahr bei der Dienstversammlung der Feuerwehren Südliche Weinstraße für ihr langjähriges oder besonderes Engagement ausgezeichnet:

Für 45-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr erhielten Rolf Mehlem (Klingenmünster), Helmut Koch (Roschbach), Karlheinz Rübsam (Rohrbach) und Martin Kaiser (Offenbach) das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen Plus.

Das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für die 35-jährige Tätigkeit bei der Feuerwehr bekamen aus der Verbandsgemeinde Annweiler: Achim Bachmann (Wernersberg), Georg Dietrich (Ramberg), Stefan Rung (Annweiler) und Bernd Schilling (Wernersberg) überreicht.

Aus der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern: Werner Beck (Oberotterbach), Harald Frey (Steinfeld), Fritz Hey (Oberotterbach), Michael Hey (Hergersweiler), Roland Hey (Hergersweiler), Klaus Hirschmann (Kapellen-Drusweiler), Jürgen Köllner (Niederotterbach) und Klaus Wendel (Pleisweiler-Oberhofen).

Das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen erhielt aus der Verbandsgemeinde Edenkoben: Wolfgang Trieb (Freimersheim).

Aus der Verbandsgemeinde Landau-Land: Martin Wind (Eschbach).

Aus der Verbandsgemeinde Maikammer: Bodo Pfeiffer (St. Martin).

Das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen bekamen: Harald Brand (Kapsweyer) für seine 10-jährige Tätigkeit als stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart und seine Tätigkeit als Kreisausbilder, Marco Feig (Edenkoben) für seine 22-jährige Tätigkeit als Kreisausbilder, Herbert Weber (Bad Bergzabern) für seine 10-jährige Tätigkeit als Kreisausbilder und Reinhold Wenz (Edenkoben) für seine zwölfjährige Tätigkeit als Kreisausbilder.

Der für das Feuerwehrwesen zuständige Kreisbeigeordnete Helmut Geißer erhielt das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen.

Daniel Leridez wurde als Zugführer SÜW für den gemeinsamen Gefahrstoffzug Landau-Südliche Weinstraße verpflichtet. Weiter wurden Anja Acuntius und Stephan Korn in die Rettungshundestaffel verpflichtet.

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