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Allerheiligen

Die Erinnerung an geliebte Menschen pflegen

Gedenktage zu Ehren der Verstorbenen stehen bevor – Friedhöfe sind auch Kulturgut

Sanftes Licht spendet Trost. FOTO: MARIO VENDER/STOCK.ADOBE.COM

25.10.2021


Allerheiligen am ersten und Allerseelen am zweiten November: Die Katholiken gedenken zum Auftakt des kommenden Monats gleich zwei Tage lang Verstorbenen – am ersten Tag des Monats den von Päpsten Heiliggesprochen und an Allerseelen nahestehenden Menschen. Doch nicht nur Angehörige dieser Konfession entzünden in den dunkleren Tagen Grablichter und kümmern sich um die Ruhestätten.

Pfleglich hergerichtete Friedhöfe können den Besuchern Trost spenden. Sie sind aber auch ein „lebendiges Kulturgut“. Diese Kultur erlebbar zu machen und weiterzuentwickeln – das sind die Ziele des Vereins zur Förderung der deutschen Friedhofskultur (VFFK). „Lange sah es eher so aus, als sterbe der Friedhof den langsamen Tod der Bedeutungslosigkeit“, erklärt der Vorsitzende des VFFK, Andreas Mäsing. Doch es sei wichtig, die Kultur des Erinnerns in Verbindungmit der Natur zu erhalten.

„Friedhöfe erfüllen eine kulturelle und gesellschaftliche Funktion. Sie machen die Vergänglichkeit und Dauer des menschlichen Lebens bewusst.“ Friedhöfe stünden nicht nur für Trauer, sondern sinnbildlich auch für das Leben. „Friedhöfe sind weltweit Bestandteil vieler Kulturen und Zeugnisse gesellschaftlicher Entwicklungen“, betont Mäsing. „Gerade hier in Deutschland haben Friedhöfe kulturhistorische Bedeutung: Schlendert man über Friedhöfe, erfährt man bei der Betrachtung von Gräbern verstorbener Persönlichkeiten immer auch ein Stück Geschichte über den jeweiligen Ort. Auf Friedhöfen findet Begegnung statt und auch Erholung vom stressigen Alltag“, so der Vorsitzende.

Mit den Bepflanzungen werde der menschliche Werdegang nachempfunden. „So wie im Frühjahr die Natur erwacht, so werden auch die Gräber neu bepflanzt. Der Herbst mit seiner Farbenpracht ... erinnert uns an die schönen Momente des Sommers. Naht der Winter, werden die Gräber abgedeckt und ruhen“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins zu den bevorstehenden Feiertagen. Der VFFK hat in diesem Jahr erstmals seinen Friedhofskulturpreis Memento vergeben. Ausgezeichnet wurden zwei Aussteller einer Grabstätte auf der Bundesgartenschau in Erfurt. Dieser Preis soll jährlich vergeben werden und Menschen und Aktionen würdigen, die sich für die Friedhofskultur in Deutschland einsetzen. msw

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