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Dienstag, 25.06.2019 Drucken

Gesunde Zähne - Schönes Lächeln

Bei einem Unfall muss es schnell gehen

Richtiges Handeln kann Zähne retten – Angepasster Zahnschutz beim Sport beugt vor

Kinder und Sportler gehören zu den besonderen Risikogruppen für Zahnunfälle. Etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen hat vor dem 16. Lebensjahr einen Unfall, der Zähne in Mitleidenschaft zieht. Schnell ist es beim Herumtoben in Kindergarten, Schule oder Freizeit passiert. Auch zahlreiche Sportarten bergen Gefahren. Rund 15 Prozent aller Zahnunfälle ereignen sich beim Sport, informiert die Initiative „proDente“. Betroffen sind nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene.         

Klassiker wie Hockey, Kampfsport und Reiten, aber auch die Trendsportarten Inlineskating, Skateboarding und die extremeren Formen des Mountainbiking bergen ein hohes Risiko für Zahnverletzungen. Rund 80 Prozent der Unfälle betreffen die oberen Schneidezähne. Aufgrund der häufig auftretenden Folgeprobleme ist in vielen Fällen eine lebenslange intensive zahnärztliche Betreuung erforderlich. Foto: proDente e.V.
Klassiker wie Hockey, Kampfsport und Reiten, aber auch die Trendsportarten Inlineskating, Skateboarding und die extremeren Formen des Mountainbiking bergen ein hohes Risiko für Zahnverletzungen. Rund 80 Prozent der Unfälle betreffen die oberen Schneidezähne. Aufgrund der häufig auftretenden Folgeprobleme ist in vielen Fällen eine lebenslange intensive zahnärztliche Betreuung erforderlich. Foto: proDente e.V.

Ein Zahnunfall kann zu ganz unterschiedlichen Verletzungen führen. Wer nur unkomplizierte Risse im Zahnschmelz davonträgt, hat Glück gehabt. Schwerwiegendere Verletzungen von abgebrochenen bis hin zu ausgeschlagenen Zähnen sind nicht selten. „Werden Zahnunfälle nicht sofort kompetent behandelt, können insbesondere schwer verletzte Zähne häufig nicht erhalten werden“, heißt es in einer „proDente“-Info zum Thema. „Die lebenslangen Folgekosten nach einem schweren Zahnunfall im Kindesalter können enorm hoch werden.“ Hinzu kommt, dass bei einem Zahnunfall meist die gut sichtbaren oberen Schneidezähne betroffen sind.

Häufig kann der Zahnarzt einen ausgeschlagenen bleibenden Zahn in den Kiefer zurückpflanzen oder ein abgebrochenes Stück wieder anbringen. Entscheidend dafür ist aber, das Richtige zu tun: „Den ausgeschlagenen Zahn sofort suchen und möglichst schnell in eine Zahnrettungsbox legen“, mahnt die Info. Solche Zahnrettungsboxen enthalten ein spezielles Nährmedium. Darin können die empfindlichen Zellen der Zahnwurzelhaut bis zu 48 Stunden überleben. Diese Boxen werden zum Beispiel an vielen Grundschulen, auch in der Südpfalz, vorgehalten. Ein Standortverzeichnis gibt es unter www.toothrescueconcept.info/ im Internet. Auch in Apotheken können Zahnrettungboxen erworben werden. Bei der „Rettungsaktion“ soll der Zahn nicht an der Wurzel angefasst werden, auch nicht gereinigt oder trocken gelagert werden. Mit dem Zahn in der Box geht es dann sofort zum Zahnarzt. „Ist keine Rettungsbox vorhanden, können auch kalte Milch, Frischhaltefolie oder eine Kochsalzlösung aus der Apotheke den Zelltod hinauszögern. Dies jedoch nur für eine halbe bis zu zwei Stunden. Ist nur ein Stück vom Zahn abgebrochen: suchen, in Wasser legen und mit zum Zahnarzt bringen“ führt die Info weiter aus.
                

Der Zahnschutz kann auch in den Lieblings- oder Vereinsfarben hergestellt werden.                 Foto: proDente e.V.
Der Zahnschutz kann auch in den Lieblings- oder Vereinsfarben hergestellt werden.                 Foto: proDente e.V.

Auf der sicheren Seite – mit Zahnschutz

Zumindest beim Sport lässt sich aber Zahnunfällen mit einem Zahnschutz vorbeugen. Ein Zahnschutz sollte bei allen Sportarten mit Körperkontakt, Sturzgefahr oder Benutzung von Sportgeräten getragen werden. Einen optimierten Schutz im Vergleich zum Standard aus dem Sportgeschäft bietet eine für den jeweiligen Sportler individuell hergestellte Kunststoffschiene aus dem zahntechnischen Labor. „Die Kosten hierfür betragen zwischen 120 und 180 Euro“, gibt „proDente“ einen Richtwert. „Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Angesichts möglicher lebenslanger Folgebehandlungen eines Zahnunfalls und der damit verbundenen Kosten sind sie dennoch eine lohnenswerte Investition“.

Für den individuellen Zahnschutz nimmt der Zahnarzt Abdrücke des Gebisses und bestimmt die Lage von Ober- und Unterkiefer zueinander. Nach diesen Vorgaben fertigt der Zahntechniker Gipsmodelle an. Anhand der Modelle werden im zahntechnischen Labor mit einer speziellen Technik aus verschieden harten und weichen Kunststoffplatten Schienen laminiert. Sie müssen einerseits elastisch sein, um stoßdämpfende Eigenschaften zu haben. Andererseits müssen sie starr genug sein, um die bei einem Unfall einwirkenden Kräfte auf eine große Fläche zu verteilen. Auf Wunsch fertigt der Zahntechniker die Schiene auch ein- oder mehrfarbig an, zum Beispiel in den Vereinsfarben. Sogar Abbildungen oder Aufschriften kann er einarbeiten. (wipress/proDente)

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