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Fertighäuser erfreuen sich großer Beliebtheit – Vorteile liegen in geringeren Kosten und kürzerer Bauzeit

Rund 20 Prozent der Neubauten in Deutschland sind Fertighäuser. Die Gründe sind vielfältig. FOTO: STOCK.ADOBE.COM/AUSTRIANIMAGES.COM

22.11.2021

Viele Menschen träumen von den eigenen vier Wänden – am besten ein Neubau, in dem die eigenen Wünsche realisiert sind. Ist die Entscheidung gefallen, den Hausbau in die Tat umzusetzen, steht das erste Problem an: Massiv- oder Fertighaus, Stein-auf-Stein oder Holz? Das Fertighaus gibt es in Deutschland seit rund 80 Jahren und bietet viele Vorteile.

Derzeit werden pro Jahr rund 100.000 neue Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, etwa 20.000 davon sind Fertighäuser – Tendenz weiter steigend. „Der Fertigbau ist die fortschrittliche und nachhaltige Alternative zum konventionellen Hausbau. Er vereint das Beste aus jahrelanger Erfahrung im mittelständisch geprägten Holzbau mit modernen Fertigungstechniken und computergestützten Industrieprozessen“, erklärt Achim Hannott, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). „Außerdem sind Fertighäuser ausgesprochen energetisch. Der natürliche Baustoff Holz ermöglicht schlanke Konstruktionen mit ausgezeichneter Wärmedämmung“, führt der BDF-Geschäftsführer weiter aus.

Planungskosten beim Massivhaus höher

Die teuerste Variante eines Massivhauses ist ein individuelles, von einem Architekten nach eigenen Wünschen geplantes Objekt. Diese Einmaligkeit spiegelt sich auch in den Kosten wider, denn hier kann nicht auf eine vorhandene Planung zurückgegriffen werden. Der Bauherr hat freie Wahl des Grundrisses, also der Hausgröße und der zu verwendenden Materialien. Eine etwas kostengünstigere Alternative wäre ein Massivhaus eines Typenhaus-Anbieters. Dieser hat verschiedene Grundriss-Varianten bereits erstellt. Die Kosten für eine aufwendige Planung können also entfallen. Zwar sind immer geringfügige Änderungen möglich, allerdings steigen dann auch wieder die Baukosten.
  

Die Kosten für ein Fertighaus sind durch die Standardisierung der Häuser wesentlich niedriger. Planungskosten fallen für den Unternehmer nur einmal an, während das Haus vielfach verkauft werden kann. Für beide Varianten der Typenhäuser gilt: Je weniger Planung – also Abweichung von den Vorgaben des Herstellers – notwendig ist, desto günstiger wird das Haus. Ein weiterer Vorteil der Fertighausunternehmen besteht in einer Vielzahl von Musterhausparks, in denen die fertigen Häuser von Interessenten besichtigt werden können. Dabei kann man sich davon überzeugen, dass die Auswahl an Haustypen, Grundrissen und Materialien sehr groß ist. Ein individuell geplantes Haus lässt sich allerhöchstens am Computer betrachten.

Ein weiterer Pluspunkt von Fertighäusern ist die kürzere Bauzeit. Wände, Dach und Decken der Häuser werden in großen Hallen vorgefertigt und nach dem Baukastenprinzip auf der Baustelle in kürzester Zeit zusammengesetzt. Die verwendeten Materialien für den Rohbau des Hauses beschränken sich zumeist auf Holz, und der Aufbau erfolgt in Holzrahmenbauweise. Damit ist auch das Witterungsrisiko in der Bauphase minimiert. Das Fertighaus wird dann schlüsselfertig übergeben.

Die Fertighausindustrie ist mittlerweile auf einem technischen Stand, der es erlaubt, auch hier den Begriff Massivbau verwenden zu können. Es ist durchaus möglich, die vorgefertigten Bauteile eines Hauses auch aus Leichtbeton oder Ziegeln herzustellen oder auf der Baustelle später mit Beton zu vergießen. Die Bauteile bestehen dann aus massiven Baustoffen, trotzdem werden die Häuser in Bauteilen „fertig“ geliefert und nur noch zusammengesetzt. Der Begriff Fertighaus in Massivbauweise ist damit zu erklären.

Nachhaltigkeit durch Baumaterial Holz

Im Falle eines Fertighauses aus Holz kommt Nachhaltigkeit ins Spiel. Laut BDF braucht es etwa zehn Fichten für die Herstellung der Wände, Decken und des Dachs eines Fertighauses mit 140 Quadratmetern Wohnfläche. Das Holz werde ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern entnommen. Das bedeutet, dass nicht mehr Holz geerntet wird, als auch nachwächst. Beim Bauen mit Holz werde zudem die Umwelt entlastet und endliche Ressourcen werden geschont. Die Gewinnung des Naturmaterials und seine Verarbeitung zu langlebigen Fertighäusern spart Energie und reduziert so den CO2-Ausstoß gegenüber konventionell errichteten Häusern, heißt es weiter. Fertighäuser würden dank ihres intelligenten Wandaufbaus niedrige Heizkosten aufweisen. Auch in Sachen Recyclingfähigkeit ist Holz vorbildlich. Hinzu kommt, dass der natürliche Baustoff aus dem Wald klimaschädliches CO2 bindet. Bäume lagern den Kohlenstoff in ihrer Zellstruktur ein und geben den wichtigen Sauerstoff zurück an die Umwelt. Der Kohlenstoff wird frühestens beim Verbrennen oder Verrotten des Naturmaterials wieder freigesetzt. ruv/msw
  

INFO

Bundesverband Deutscher Fertigbau:
www.fertigbau.de

ZUR SACHE

Geschichte des Fertigbaus

• Gustav Lilienthal, der Bruder des berühmten Luftfahrt-Pioniers Otto Lilienthal, ist der erste, der hierzulande Fertighäuser gebaut hat. Um 1900 hat er vollständig vorgefertigte Häuser entwickelt, die nur noch verschraubt werden müssen – das Holz-Baukastensystem war geboren.

• Der Gründer der Bauhaus-Bewegung, Walter Gropius, hat ab dem Jahr 1919 die Idee der Fertigbauhäuser besonders gefördert.

• Caputh, ein kleiner Ort im Südwesten von Potsdam, ist ebenso ein Zeitzeuge der Fertighaus-„ Szene“. Hier hat Albert Einstein mithilfe des Architekten Konrad Wachsmann 1929 ein Holzfertighaus gebaut. Das Haus wird heute als Museum genutzt.

• Diemeisten der großen deutschen Fertigbauunternehmen gehen auf Schreinereien aus dem 20. Jahrhundert zurück. Sie profitierten vom „Wirtschaftswunder“ der 1950er-Jahre und entwickelten sich mit dem Kauf und Ausbau von Industrieanlagen zu den industriellen Fertighaus-Herstellern von heute. bdf/msw

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