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RHEINPFALZ Themenwelten
Anzeigensonderveröffentlichung
Montag, 02.09.2019 Drucken

11. Ausbildungsbörse in Kaiserslautern

Nachwuchs sichern

Verein Zukunftsregion Westpfalz unterstützt Ausbildungsbörse

Der Fachkräftemangel und die daraus resultierenden Folgen sind ein Thema, mit denen sich der Verein Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) intensiv auseinandersetzt. Er selbst präsentiert sich nicht auf der Ausbildungsbörse „Mit Doppelpass zum Ausbildungsplatz“. Als Partner unterstützt er die Veranstaltung.
  

In der IT-Branche sind laut dem Verein ZRW Stellen offen. FOTO: SYDA PRODUCTIONS/STOCK.ADOBE.COM
In der IT-Branche sind laut dem Verein ZRW Stellen offen. FOTO: SYDA PRODUCTIONS/STOCK.ADOBE.COM

Der ZRW hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Westpfalz zu stärken und voranzubringen. Dazu gehört auch, hiesigen Unternehmen zur Seite zu stehen, wenn es darum geht, Fachkräfte von morgen zu gewinnen. „Der Kern unserer Aktivitäten liegt in der Region, deswegen unterstützen wir die Ausbildungsbörse“, sagt Arne Schwöbel, Projektmanager des ZRW.

Der Trend, dass junge Menschen ein Studium einer Ausbildung vorziehen, sei nach wie vor gegeben. „Für Schulabgänger ist es wichtig, möglichst viel zu erfahren und sich unverbindlich darüber zu informieren, welche Möglichkeiten es bezüglich einer Ausbildung oder eines Studiums gibt“, hält er fest. Zu den Mitgliedern des Vereins gehören auch Unternehmen. Von daher hat der ZRW auch ein Ohr für Probleme, die sich in der regionalen Wirtschaft auftun – und hört, dass der Fachkräftemangel die Firmen umtreibt. „Es gibt Unternehmen, deren Fortkommen eingeschränkt ist, weil Fachkräfte fehlen“, berichtet Schwöbel.

Als Beispiel nennt er die IT-Branche, in der Stellen offen sind. „Wären sie besetzt, könnten mehr Aufträge angenommen werden.“ In anderen Branchen seien die Arbeitsplätze zwar noch alle vergeben, aber die Auswahl an Bewerbern werde immer geringer.

Noch eine dritte Variante drückt eine aktuelle Problematik auf dem Arbeitsmarkt aus. „In einem Unternehmen wird über Personalabbau diskutiert, und gleichzeitig werden Mitarbeiter eingestellt“, berichtet er. In diesem Fall spielt die Digitalisierung eine Rolle. „Ältere Arbeitnehmer haben mit der Umstellung und Weiterbildung Schwierigkeiten.“

Nach Schwöbels Ansicht müssen Betriebe immer mehr tun, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. „Sie müssen sich die Frage stellen, wie sie Mitarbeiter halten und motivieren können und dafür sorgen, dass sie ein gutes Image haben und das auch nach außen tragen.“

Nach seiner Einschätzung muss ein Umdenken stattfinden. „Es gibt viele Unternehmen in der Region, die noch nicht so weit sind, vielleicht, weil es bei ihnen noch gut läuft. Aber in den nächsten zehn bis 15 Jahren werden immer mehr Fachkräfte fehlen, und da wird es immer wichtiger, diejenigen, die nachrücken, entsprechend auszubilden“, wirft er einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft.

Im bundesweiten Vergleich stehe die Westpfalz nicht schlecht da, so Schwöbel. „Es gibt andere Räume innerhalb Deutschlands, für die der Fachkräftemangel ein erheblich größeres Thema ist. In Rheinland-Pfalz ist die Situation noch relativ entspannt.“ Dennoch empfiehlt er Betrieben, auch im Hinblick darauf, dass in den nächsten Jahren besonders viele Arbeitnehmer ins Rentenalter kommen, sich nicht auszuruhen. „Sie sollten sich früh damit auseinandersetzen“, lautet sein Rat. lmo  


Rollenbilder über Bord werfen

Auch für Mädchen bietet der Mint-Bereich Berufschancen

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind die sogenannten Mint-Fächer. Sie bieten nicht nur für Jungs, sondern auch für Mädchen interessante Berufsfelder. Es kann sich lohnen, auf der Ausbildungsbörse nach Betrieben aus diesen Bereichen zu schauen.

Textillaborant/in, Fachinformatiker/ in, Biologielaborant/in oder Vermessungstechniker/in – diese Beispiele für facettenreiche Berufe aus dem Mint-Bereich nennt die Bundesagentur für Arbeit. Die Berufsfelder seien vielfältig und zukunftsorientiert. Zudem bieten sie viele Weiterbildungsmöglichkeiten, gute Aufstiegschancen und ein super Gehalt.

Oft gehört für Mädchen viel Mut dazu, um ihre Stärken in diesen Themenfeldern auszuleben. Häufig seien veraltete, traditionelle Rollenmodelle gesellschaftlich verankert, so die Bundesarbeitsagentur. Umgekehrt kann dies auch für Jungs gelten, die sich für den sozialen Bereich interessieren und ihre Zukunft beispielsweise in der Pflege sehen. Die Agentur will junge Menschen dazu ermuntern, unabhängig von Klischees einen Beruf zu wählen, der ihnen entspricht.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit informiert kostenlos über Möglichkeiten und Chancen. Termine können über die Schule oder unter der Telefonnummer 0800 4555500 vereinbart werden. lmo
  

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