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Anzeigensonderveröffentlichung

Region mit Zukunft

Alle Heimatkundigen sind gefragt

2019 soll es flächendeckend Infoveranstaltungen zum „Westpfalz Wiki“ geben – Bürgermeister wurden angeschrieben

Das im vergangenen Jahr vom Verein Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) aufgelegte „Westpfalz Wiki“ funktioniert genauso wie der namensgebende weltweit bekannte „große Bruder“ Wikipedia. Rund 100 Autoren sind schon dabei, aktiv seien aber längst nicht alle, sagt Projektbetreuerin Sonja Kasprick. Deshalb rührt der ZRW kräftig die Werbetrommel.

Die Alte Post in Pirmasens: Sie ziert eine von drei Postkarten, mit denen das „Westpfalz Wiki“ beworben wird. FOTOS/SREENSHOTS: ZRW/FREI
Die Alte Post in Pirmasens: Sie ziert eine von drei Postkarten, mit denen das „Westpfalz Wiki“ beworben wird. FOTOS/SREENSHOTS: ZRW/FREI

Es ist die Aufgabe für 2019: Das „Westpfalz Wiki“ muss bekannter werden. Schon im Dezember war der ZRW diesbezüglich aktiv: Eine Woche lang lief eine Werbekampagne mit Gewinnspiel beim Radiosender RPR1.

Geplant ist nun, auch auf die Verbandsgemeinden zuzugehen und sie über das Projekt und das Prozedere zu informieren. „Unser Ziel ist es, ,den‘ Heimatforscher in jedem Ort zu finden, der all sein Wissen im Wikiteilen möchte“, sagt Kasprick.

Den Anfang in dieser Informations- und Charmeoffensive hat der ZRW in Kaiserslautern gemacht. Gemeinsam mit der Kl.digital GmbH wurden sieben der neun Kaiserslauterer Ortsbezirke angeschrieben. „Einige Ortsvorsteher haben sich bereits zurückgemeldet und die ersten Termine sind vereinbart“, berichtet die Projektbetreuerin. „Die Ortsvorsteher sollen erst einmal über das Projekt informiert werden. Danach wollen wir überlegen, wo und in welchem Format eine Bürgerveranstaltung im Ortsteil veranstaltet werden könnte.“ Gleiches könnte zu einem 2019 soll es flächendeckend Infoveranstaltungen zum „Westpfalz Wiki“ geben – Bürgermeister wurden angeschrieben späteren Zeitpunkt in den Verbandsgemeinden passieren, sagt Kasprick.

Angeschrieben wurden auch bereits alle 330 Bürgermeister der Verbands- und Ortsgemeinden in der Westpfalz, per Post. „Hier ist das Feedback allerdings eher gering“, sagt Kasprick. „Ich schätze, das liegt daran, dass wir, als wir die Briefe verschickt haben, leider noch keinen Flyer und noch keine Postkarten hatten, die wir der Post hätten beilegen können.“ Diese Werbemittel sind inzwischen gedruckt. Die Postkarten zeigen mit echten Hingucker-Fotos das Karlstal, die Alte Post in Pirmasens und Burg Neudahn. Auf der Rückseite finden sich der Link sowie ein Steckbrief zum abgebildeten Wiki-Objekt.

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16 Kategorien mit jeweils mehreren Unterpunkten von Waldhütten über Schlösser und Burgen, Gärten, Parks und stillgelegte Fabriken bis zu Streuobstwiesen und Friedhöfen, Wasserkraftnutzung, historischen militärischen Anlagen, Kirchen, Türmen, Mooren und Woogen, Brunnen und Denkmälern wollen und können im„Westpfalz-Wiki“ gefüllt werden. Gefragt ist einerseits heimatkundliches Wissen. Aber auch praktische Infos wie Angaben zur Barrierefreiheit, zur Familienfreundlichkeit und zur Parkplatzverfügbarkeit sind laut den Wiki-Machern interessant.

Das „Westpfalz Wiki“ funktioniere inhaltlich nach dem Prinzip „viele arbeiten gemeinsam an einem Projekt und jeder steuert sein individuelles Wissen bei“ und sei computertechnisch nicht anspruchsvoll, betont Kasprick. Die zusammen mit der Enkenbacher Agentur Wamedia entwickelte Plattform sei „auf ihre Funktionalität hin ausgerichtet, so, wie die Menschen es von Wikipedia kennen“. Wer sich nicht registrieren will, kann zwar keine Beiträge verfassen oder ergänzen, aber trotzdem nach Herzenslust stöbern: Einträge nachlesen, nach Schlagworten suchen, sich die Ergebnisse auf einer Karte anzeigen lassen.

Auch wenn sie derzeit tief in der Werbekampagne für ihr kulturhistorisches Internetprojekt stecken, schauen die Macher schon nach 2020. Dann soll an einem Kartendienst gearbeitet werden, sodass die Objekte auch offline abgerufen und verortet werden können. „Hier gibt es aber noch nichts Konkretes“, sagt Projektbetreuerin Sonja Kasprick. kg


Westpfälzer Wandermusikantenland ist eine Runde weiter

Region erhält für die Entwicklung eines kulturellen Transformationsvorhabens 40.000 Euro vom Bund

Die Westpfalz hat eine lange musikalische Tradition, die weiterwirken soll. Im Januar erhielt die Region von der Kulturstiftung des Bundes 40.000 Euro, aus dem Programm „Trafo – Modelle für Kultur im Wandel“. Bis Sommermuss ein Konzept ausgearbeitet sein. Im Mittelpunkt steht das Westpfälzer Wandermusikantentum.

Auf dem Weg zur Anerkennung als Trafo-Förderregion arbeiten die Landkreise Kusel und Kaiserslautern sowie der Verein Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) in Kooperation mit dem Land zusammen. Die Federführung übernimmt Kusel. Die erste Hürde hat das Trio mit dem Alleinstellungsmerkmal „Westpfälzer Wandermusikantenland“ genommen. Die Präsentationim-Herbst vergangenen Jahres überzeugte die Juroren, die Region erhielt die Chance, einen Projektantrag zu entwickeln. 40.000 Euro Zuschuss sind dafür geflossen, bis Ende Juli muss das Konzept fertig sein, die Entscheidung fällt im Herbst. Setzt sich das Musikantenland unter 18 Bewerbern als einer von fünf geförderten Projektpartnern durch, stehen bis zum Jahr 2023 Fördergelder bis maximal 1,25 Millionen Euro bereit.

Im Zentrum des Transformationsvorhabens stehen das Musikantenlandmuseum auf Burg Lichtenberg und das Westpfälzer Musikantenmuseum in Mackenbach. Corina Molz, bei der Kuseler Kreisverwaltung zuständig für das Projekt, sieht eine gute Chance, dass sich die beiden Museen besser als bisher verzahnen und ergänzen können, ohne ihre Selbstständigkeit zu verlieren.

Wie Musikvereine oder Chöre an dem Projekt beteiligt werden können, werden die Projektbeteiligten zeitnah in einer Befragung der Musiktreibenden ermitteln. „Welche Rolle spielt die Musik, wie identifizieren sich die Musiker und Sänger mit dem Musikantenland, welche Ideen haben sie?“, umreißt Sonja Kasprick den Inhalt dieser Bestandsanalyse. Kasprick betreute die Trafo-Bewerbung beim ZRW. Erste Kontaktaufnahmen seien positiv verlaufen. Die Ergebnisse der Befragung werden ins Konzept einfließen – Bürgerbeteiligung ist ein wichtiges Standbein, um im Förderprogramm der Kulturstiftung des Bundes zu punkten.

„Kultur ist Standortfaktor und Lebensqualität“, beschreibt der Kuseler Landrat Otto Rubly kurz und treffend das Bestreben, die Region attraktiv zu gestalten und dem demografischen Wandel entgegenzutreten. „Trafo kann uns dabei helfen, gemeinsam Möglichkeiten zu entwickeln, die unsere ganze Region voranbringen.“ Rublys Kaiserslauterer Kollege Ralf Leßmeister ergänzt: „Dass wir dabei interkommunal zusammenarbeiten, sehe ich als eine große Chance für eine gemeinsame Gestaltung mit Nachhaltigkeit.“

Das Programm „Trafo – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt ländlich geprägte Regionen und kleinere Städte dabei, ihre Kulturinstitutionen vor Ort weiterzuentwickeln und sie für neue Aufgaben, Inhalte und Kooperationen zu öffnen. Ziel ist es, mit den regionalen Akteuren längerfristige Veränderungsprozesse zu gestalten, neue Beteiligungsmöglichkeiten mit den Bürgern zu entwickeln und sich so zu starken kulturellen Akteuren der Region zu transformieren. In Rheinland-Pfalz bewirbt sich auch das Mittelrheintal um eine Trafo-Förderung. kgi

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