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Kuseler Musikantenland

Viel Landschaft, Lieblingsplätze und Traditionsbewusstsein

Ausflug ins Kuseler Musikantenland

Lieblingsplatz am Preußensteig, dem Prädikatsweg der VG Kusel-Altenglan, ist: Herzerberg bei Pfeffelbach. Foto: Claudia Sonnenberg/frei

26.10.2020

Immer an der Lauter lang – bis nach Kreimbach-Kaulbach. Hier beginnt verwaltungstechnisch von Kaiserslautern über die B 270 kommend der Landkreis Kusel. Aber so wenig die Kreisgrenzen sich an dieser Stelle bemerkbar machen, so deutlich verändert sich die Landschaft: Es wird hügelig, und spätestens in Wolfstein findet man sich in einer idyllischen Berglandschaft wieder, die dazu einlädt, das Lautertal zu verlassen und auf einer steilen, schmalen, passähnlichen Straße hinauf nach Einöllen zu fahren. Oben  angekommen eröffnet ein Höhenplateau, das sich von Einöllen über Hohenöllen bis nach Heinzenhausen erstreckt, berauschende Ausblicke, bevor es durch eine farbenprächtige Herbstlandschaft über sanfte Serpentinen wieder hinab ins Lautertal und schließlich weiter nach Lauterecken geht, wo die Lauter sich mit dem Glan vereinigt.
                     

stadtwerke.kusel.de

langgestreckten Landkreises Kusel. An sie schließt sich südlich zunächst die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan mit der vielbesuchten Burg Lichtenberg als touristischem Höhepunkt und schließlich die Verbandsgemeinde Oberes Glantal mit dem Ohmbachsee als beliebtem Ausflugsziel an. Es ist in erster Linie diese ursprüngliche Landschaft zwischen Glan, Lauter und Alsenz mit ihren Burgruinen, Gotteshäusern, Wäldern, Wiesen und Äckern rund um beschaulich-ländliche Dörfer und malerische Kleinstädte, die das Nordpfälzer Bergland ausmacht. „Altes Land“ wird die Region im Volksmund auch genannt, vermutlich weil der Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert entlang der drei Flüsse erfolgte, während das Gebiet dazwischen unerschlossen blieb. Die Bahn habe möglicherweise den Unterschied zwischen moderner und eben „Alter Welt“ markiert, vermutet die Kuseler Kreisverwaltung. Heute punktet die Region genau damit, sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt zu haben. Lieblingsplätze inklusive: „Ich genieße immer wieder den Ausblick vom Herzerberg bei Pfeffelbach, wo sich eine Drachenflugrampe befindet“, schwärmt Claudia Sonnenberg, Touristik-Expertin der Verbandsgemeindeverwaltung Kusel-Altenglan. Egal wie oft sie dahin komme, sie könne doch immer wieder Neues entdecken. „Und bei entsprechendem Wetter kann man sich damit verweilen, die Drachen zu beobachten, die durch die Lüfte schweben.“

Keine Frage: Im Kuseler Land lässt sich wunderbar inmitten der Natur die wohltuende Ruhe finden, die es für Erholung braucht, sei es per pedes oder mit dem Fahrrad. So empfiehlt sich etwa der 37,6 Kilometer lange Remigius-Wanderweg von Rothselberg nach Kusel, und auch zwei zertifizierte Premiumwanderwege queren das „Alte Land“: der Veldenzweg, der über 62,2 Kilometer von Lauterecken zur Burg Lichtenberg führt, und der Pfälzer Höhenweg, ein 116 Kilometer langer Fernweg, der sich in sieben Etappen von Wolfstein aus bis nach Winnweiler am Donnersberg erstreckt. Am Veldenzweg findet sich übrigens ein weiteres Lieblingsausflugsziel der Touristik-Expertin: das Naturschutzgebiet Mittagsfels, das der Veldenz-Wanderweg quert und das auf schmalen Pfaden erkundet werden kann. Sonnenberg: „Die Ruhe und die Natur hier sind immer wieder herrlich!“

Doch nicht nur zu Fuß lässt sich das Alte Land durchmessen. Vor allem die Flusstäler wie das Lautertal sind bei Radfahrern beliebt. Eine Verleihstation gibt es beispielsweise in Lauterecken (Hauptstraße 66). Die „Regio-Rad-Vermietung“ bringt die Räder auf Wunsch zum Tourstart und holt sie am Zielpunkt wieder ab (Info: www.derradgeber.de). Nicht zuletzt findet sich unter anderem in Lauterecken auch eine von mehreren Ausleihstationen für Draisinen, mit denen sich die einstige Bahnstrecke im Glantal erkunden lässt. Zur Auswahl stehen beispielsweise Fahrraddraisinen, klassische Handhebeldraisinen und eine Planwagendraisine, der Musikantenland-Express. Er kann im Gegensatz zu den anderen Draisinen, deren Saison Ende Oktober endet, auch über Winter gebucht werden (Infos/Buchungen: www.draisinentour.de).

Der Landkreis Kusel präsentiert sich touristisch aber gerne auch als „Pfälzer Bergland – Kuseler Musikantenland“ und verweist auf das Bewahren von Traditionen als weitere Stärke. Der Name Musikantenland wurzelt Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals verließen Westpfälzer Musikanten in Gruppen ihre Heimat, um auf ausgedehnten Tourneen den Unterhalt für ihre Familien zu verdienen, die sie meist zurückließen. Die Auswandererwelle dauerte an bis zum Zweiten Weltkrieg. Manche hatten durchaus Erfolg in der weiten Welt: Der Erdesbacher Georg Drumm beispielsweise schrieb „Hail America“, den Zeremonienmarsch des weißen Hauses. Baudenkmäler wie Burgen und Kirchen sowie Sammlungen in Museen zeugen von diesem Traditionsbewusstsein, allen voran das Musikantenlandmuseum, das in der Zehntscheune auf Burg Lichtenberg bei Thallichtenberg untergebracht ist. Einblicke in die Geschichte eröffnen auch das Heimatmuseum in Kusel und das Auswanderermuseum. Sie sind allerdings ebenso wie das Steinbruchmuseum in Rammelsbach aufgrund von Corona aktuell im Gegensatz zum Urweltmuseum Geoskop auf Burg Lichtenberg geschlossen. Aber die Tradition lässt sich auch an der frischen Luft erleben: Ein besonderer Ort ist auch der Remigiusberg, wo sich gleich zwei Bauwerke mit historischer Bedeutung finden. Der 368 Meter hohe Hügel bei Haschbach beheimatet die Propsteikirche St. Remigius aus dem 12. Jahrhundert als einziges erhaltenes Gebäude der ehemaligen Propstei gleichen Namens und die Ruine Michelsburg in direkter Nachbarschaft. Besitzer der vermutlich im 13. Jahrhundert als Ersatz für ein hölzernes Fort errichteten Burg waren unter anderem die Grafen von Veldenz, die Herzöge von Zweibrücken und das Fürstentum Pfalz-Veldenz. Vermutlich wurde die Michelsburg im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört, erhalten sind aber die 20 Meter hohe Schildmauer sowie Reste des Palas, der Ringmauern und des Halsgrabens. Im Klosterbereich neben der Michelsburg befindet sich mit der „Alten Propstei“ eine Gaststätte (Reservierungen: 06381 4250919).

Apropos Gaststätte: An Einkehrmöglichkeiten für Wanderer und Ausflügler mangelt es im Landkreis Kusel nicht. Besonders urig findet Claudia Sonnenberg etwa das Hube-Haus, das sich westlich von Kusel im Wald versteckt. Den Betreibern zufolge hat das rustikal-gemütliche Gasthaus eine mehr als 80-jährige Tradition. Es werde seit einem Vierteljahrhundert von der Familie Schmitt-Montan bewirtschaftet (Reservierungen: 06381 2945). Ein schöner Ort, um den gemütlichen Ausflug ins beschauliche Kuseler Land zu beschließen. Gisela Huwig

TIPPS UND UND KONTAKTE

Kulturprogramm

Das Kulturprogramm in der Kuseler Fritz-Wunderlich-Halle wird mit Klassik fortgesetzt: Am Fr 23.10., 19.30 Uhr gibt es in der Reihe „Villa Musica“ Beethoven und Schumann zu hören. Am So 15.11., 19.30 Uhr, kommt das Piano Trio Sota, am Sa 21.11., 19.30 Uhr, wird das Jubiläumskonzert „40 Jahre Nicole – Live mit Band“ nachgeholt. Am So 6.12., 16 und 19.30 Uhr gibt es ein Gastspiel der Simon & Garfunkel Revival Band, bevor Valentin und Anastasia Grishutina am So 13.12.20, 19.30 Uhr mit Klassik das Jahr beschließen. Karten: 06381 424496, weitere Termine: https://landkreis-kusel.de/kultur/kulturprogramm.html

Schwimmbad wiedereröffnet

Es ist rundum renoviert und wieder geöffnet, das Schwimmbad in Kusel (Marktplatz 1). Es nennt sich jetzt Vitalbad Pfälzer Bergland und ist nicht nur den Betreibern zufolge „richtig schön geworden“. Auch Besucher finden es modern und schick. Allerdings dürfen aufgrund der Pandemie derzeit höchstens 80 Gäste gleichzeitig in den Bad-Genuss kommen. Daher werden verschiedene Zeitblöcke angeboten, für die man sich den Besuch per Telefon oder im Internet einbuchen kann; für jeden Gast ist eine eigene Reservierung notwendig: 06381 9988086, www.terminland.de/vitalbad-kusel

Weitere Informationen

Tourist-Information Pfälzer Bergland „Hin und weg“, Bahnhofstr. 67, Kusel, Telefon: 06381 424-270, E-Mail: touristinformation@kv-kus.de geöffnet Mo-Fr 7.30-16.30 Uhr, Sa, So, Feiertage: 9-14 Uhr, www.pfaelzer-bergland.de leo

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