Anzeigensonderveröffentlichung

Pflegekompass

Raus aus der Isolation

Gemeindeschwester plus ist Ansprechpartnerin

War während der strengen Kontaktbeschränkungen oft einzige Kontaktperson von älteren Bürgern: Gemeindeschwester plus Nicole Beitelstein. FOTO: MONIKA KLEIN

15.06.2021

Einsamkeit hat viele Gesichter. Eines davon betrifft Senioren. Viele haben schon in der Vor-Corona-Zeit gelitten, aber die Pandemie hat die soziale Isolation verstärkt. Das weiß Nicole Beitelstein. Die Gemeindeschwester plus der Stadt Kaiserslautern ist für ältere Bürger Ansprechpartnerin und kann ihnen bei vielen Anliegen weiterhelfen.

Für Senioren hat die Pandemie viele Veränderungen und Belastungen mit sich gebracht. „Viele haben Ängste entwickelt und waren verunsichert“, berichtet Beitelstein von ihren Eindrücken. Vor allem die Kontaktbeschränkungen auf der einen Seite, aber auch die Angst vor einer Covid-19-Infektion auf der anderen haben zu einer Vereinsamung geführt.

Weggebrochen sind das Einkaufen mit dem Sammeln von Eindrücken und der Plausch mit Bekannten, der Seniorennachmittag oder auch der Besuch der Angehörigen, die zum Schutz der Älteren darauf verzichtet haben. Aber auch die Senioren selbst haben aus dem selben Grund Kinder und Enkelkinder „ausgeladen“. „Diese Generation ist sehr genügsam und selbstlos“, nennt Beitelstein eine verbreitete Gemeinsamkeit.

Auch sie selbst war zeitweise angehalten, keine Hausbesuche durchzuführen. Stattdessen hielt die Gemeindeschwester plus telefonischen Kontakt und bot Spaziergänge zu zweit an. Eine Alternative, die von den älteren Bürgern gerne angenommen worden sei, erzählt sie. Denn nicht nur die Unterhaltung, auch die Bewegung an der frischen Luft haben sich positiv auf Körper und Psyche ausgewirkt. Denn diese Impressionen, Anregungen und Sinnesreize von außen seien wichtig, um die vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten.

Mit den Lockerungen hofft Beitelstein nun darauf, dass sich die älteren Menschen, die sich zuvor zurückgezogen haben, jetzt wieder nach draußen gehen und sich zum Beispiel in ein Café setzen. „Das wünsche ich mir sehr, aber Ältere tun sich da oft schwer“, sagt sie. Denn auch das Tragen der Maske sei oft ein Hemmnis. Nicht nur, weil das Atmen damit schwerer falle, auch bei einer Hörschwäche sei die freie Sicht auf Lippen und Mimik wichtig, um dem Gespräch folgen zu können. „Die Maske behindert die Kommunikation erheblich“, hält sie fest. Erleichtert werden solche Aktivitäten dadurch, dass die Zahl der vollständig Geimpften – auch Beitelstein gehört dazu – deutlich angestiegen ist.

Als Gemeindeschwester plus berät Beitelstein Senioren, die zuhause wohnen und unterstützt sie dabei, dass das möglichst lange so bleiben kann. Sie kennt die verschiedenen Möglichkeiten der Hilfen und weiß, wo welche zu bekommen ist. Das kann das Einkaufen genauso betreffen wie Freizeitangebote. lmo

INFO

Nicole Beitelstein
Gemeindeschwester plus der Stadt Kaiserslautern
Telefon 0631 3654087

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