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Der Heizungscheck

Gut vorbereitet in die kalte Jahreszeit

Der Heizungscheck

Drei einfache Kontrollen verbessern Wärme und Verbrauch. FOTO: TKN

So lässt sich die Heizung checken: Mit drei einfachen Kontrollen vor dem Start der Heizsaison lässt sich vermeiden, dass Heizkörper kalt bleiben oder unnötig viel Energie verbraucht wird.

Wenn morgens und abends die Temperaturen sinken, zeigt sich oft zuerst, ob Luft im Heizkörper steckt, der Anlagendruck nicht passt oder Thermostate nicht mehr sinnvoll eingestellt sind. Genau diese Punkte stehen im Mittelpunkt eines Verbrauchertipps des Vereins Deutscher Verband Flüssiggas.

Praktisch ist die Reihenfolge. Erst die Heizkörper entlüften und den Druck prüfen, dann das System bei Bedarf fachgerecht einstellen lassen, anschließend die Thermostate auf den eigenen Alltag anpassen.

Drei Heizungschecks vor erstem Aufdrehen

1. Heizkörper entlüften und Wasserdruck prüfen. Luft leitet Wärme schlechter als Wasser. Entlüftete Heizkörper werden gleichmäßiger warm und arbeiten effizienter. Für das Entlüften werden ein passender Entlüftungsschlüssel, ein Lappen und ein Gefäß zum Auffangen des Wassers benötigt.

Dieses Vorgehen wird empfohlen: Zuerst Heizungsanlage und Umwälzpumpe ausschalten. Am besten mit dem Heizkörper beginnen, der am nächsten zur Heizungsanlage liegt. Das Entlüftungsventil langsam gegen den Uhrzeigersinn öffnen. Ein Zischen zeigt, dass Luft entweicht. Sobald konstant Wasser austritt, Ventil wieder schließen, abtrocknen und auf Dichtheit prüfen. Danach die weiteren Heizkörper entlüften.

Anschließend vor dem Einschalten der Heizung den Wasserdruck am Manometer kontrollieren. Er sollte im vorgesehenen Bereich liegen, bei vielen Anlagen ist dieser grün markiert. Ist der Druck zu niedrig, muss gegebenenfalls Wasser nachgefüllt werden.

2. Hydraulischen Abgleich prüfen lassen, wenn Räume trotz Thermostat nicht warm werden. Wenn das Thermostat auf Stufe 3 steht und der Raum trotzdem nicht die gewünschten 20 Grad erreicht, liegt die Ursache nicht zwingend am Thermostat. Ein Grund kann sein, dass einzelne Heizkörper nicht genug Heizwasser bekommen.

Beim hydraulischen Abgleich werden die Komponenten des Heizsystems so aufeinander abgestimmt, dass jeder Heizkörper genau die Menge Heizwasser erhält, die er für die gewünschte Raumtemperatur benötigt. Das senkt unnötigen Energieverbrauch und verbessert die Wärmeverteilung. Diese Arbeit übernimmt eine Fachkraft für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

3. Thermostateinstellungen und Funktion kontrollieren. Digitale Thermostate sparen vor allem dann Energie, wenn Heizzeiten und Absenkungen zum tatsächlichen Tagesablauf passen. Wer seit dem letzten Winter andere Arbeitszeiten oder regelmäßige Abendtermine hat, profitiert oft schon von einem kurzen Check der Heizprofile, Einstellungen und des Batteriestands. Bei klassischen Thermostaten zählt die Funktion. Sind sie älter als etwa 15 Jahre oder regeln nicht mehr zuverlässig, kann ein Austausch sinnvoll sein.

Wer diese drei Punkte vor dem Heizstart systematisch abarbeitet, reduziert typische Startprobleme und verbessert die Chancen auf gleichmäßige Wärme bei möglichst geringem Energieeinsatz. | red