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Mittwoch, 04.09.2019 Drucken

De Derkemer zum Wurstmarkt

Premiere für den Secco

Erstmals auf dem Wurstmarkt im Ausschank – Mehr als 300 verschiedene Weine und Schaumweine zur Auswahl

Natürlich hält König Riesling auch beim 603. Wurstmarkt wieder Hof: 96 Rieslinge werden auf dem Festgelände ausgeschenkt. Hinzu kommen noch 13 Sekte dieser Rebsorte. Damit stellt der Riesling mehr als ein Drittel des Gesamtangebots auf dem größten Weinfest der Welt. „Die meisten Rieslinge präsentieren sich frisch und knackig“, verrät Wurstmarktwinzermeister Helmut Darting.
    

Die Wurstmarktweine werden vorab mehrfach verkostet und geprüft. FOTO: FRANCK
Die Wurstmarktweine werden vorab mehrfach verkostet und geprüft. FOTO: FRANCK

Darting kann auf ein großes Angebot an Weinen und Schaumweinen verweisen: Die Wurstmarktbesucher haben die Auswahl zwischen 309 verschiedenen Weinen, Sekten und Seccos, die an den 54 Ausschankstellen verkostet werden können. Unter den 281 Weinen sind 218 Weißweine, der Rest entfällt auf Rotweine, Rosés und Weißherbste.

Trotz dieser hohen Anzahl an Weinen wird Qualität großgeschrieben: „Darüber definieren wir uns“, sagt Darting. Eine Zulassung zum Ausschank erhalten nur Weine, die über ein Deutsches Weinsiegel oder Sekte, die über eine Prüfbescheinigung der Deutschen Weinsiegel GmbH verfügen beziehungsweise Weine und Sekte, die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft oder der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz prämiert wurden. Wichtig: Die Verleihung des Weinsiegels oder die Prämierung muss im Veranstaltungsjahr des Wurstmarkts erfolgt sein.Während des größten Weinfests der Welt wird stichprobenartig kontrolliert. Alle Weine, Sekte und Seccos müssen aus Bad Dürkheimer Lagen stammen.

Apropos Secco: Dieser wird auf dem 603. Wurstmarkt zum ersten Mal ausgeschenkt. „Die fünf Seccos sind eine Ergänzung, die in die Zeit passt“, findet Darting. Der Dürkheimer Wurstmarktausschuss, ob seines Traditionsbewusstseins von einem seiner Mitglieder, dem ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Manfred Geis, „als leicht schrullig“ bezeichnet, hatte für die Neuerung grünes Licht gegeben.

Ihren festen Platz in den Schubkärchlern und vor allem im Weindorf haben Exoten wie Viognier, Blaufränkisch oder Syrah aber längst sicher. Auch wer duftige Bukettsorten wie Muskateller oder Gewürztraminer sucht, wird auf dem Wurstmarkt fündig. „Wir haben eine riesige Vielfalt“, sagt Darting. „Auch ein süßer Gewürztraminer ist bei uns gesetzt“, betont der Wurstmarktwinzermeister. Die Böden rund um Dürkheim eigneten sich für den Anbau dieser Rebsorte gut. Auch frische Rosés hätten einen festen Platz an den Ausschankstellen.

Die meisten Weißweine stammen aus dem Jahrgang 2018, die Rotweine sind in der Regel etwas länger gereift. Der Jahrgang 2018 zauberte ein Lächeln auf das Gesicht vieler Winzer und auch vieler Weinfreunde. Dabei waren die Bedenken wegen der Trockenheit über Monate hinweg und der hohen Temperaturen im Sommer groß gewesen. „Wir waren voller Sorge, wie die Reben diese Bedingungen wegstecken“, erinnert sich Helmut Darting. Doch es ging alles gut aus, wie nicht nur Darting findet: „Der Jahrgang 2018 hat nicht nur eine gute Menge hervorgebracht, sondern auch schöne, interessante und sehr ausgeglichene Weine.“ Durch den trockenen Herbst gab es 2018 zu dem keine Probleme mit Fäulnis. „Die Weine sind auch keine Alkoholbomben“, spricht Darting eine weitere verbreitete Sorge an. spk


Zur Sache: Der Unterschied zwischen Sekt und Secco

Die Deutschen greifen gerne zu Schaumweinen. FOTO: DWI
Die Deutschen greifen gerne zu Schaumweinen. FOTO: DWI

Wenn es etwas zu feiern gibt, greifen die Deutschen besonders gerne zu Schaumweinen – klassischerweise zum Sekt, manchmal zum Champagner und auch immer häufiger zum Secco. Doch was macht einen guten Sekt aus? Und wo liegt der Unterschied zum Secco?

Ausschlaggebend für die Qualität eines Sekts ist der Grundwein. Die Trauben dafür werden relativ früh geerntet, um den Alkoholgehalt des Sekts später nicht zu hoch werden zu lassen. Denn dieser gärt zweimal. Für die für Sekt notwendige zweite Gärung gibt es unterschiedliche Verfahren. Bei der klassischen Flaschengärung werden dem Grundwein in der Flasche, die schließlich auch in den Verkauf kommt, Zucker und Hefe zugesetzt, um die zweite Gärung in Gang zu setzen. Das bei der Gärung entstehende CO2 sorgt später dafür, dass der Sekt im Glas perlt und am Gaumen prickelt.

Im Gegensatz zu Sekt oder Champagner hat der Secco keine zweite Gärung durchlaufen. Die Kohlensäure wird zugesetzt. Der Druck in der Flasche darf nicht mehr als 2,5 bar betragen, beim Sekt liegt die Untergrenze bei 3,5 bar. Die meisten Sekte kommen jedoch auf einen Druck von fast 6 bar. Außerdem liegt der Alkoholgehalt beim Secco niedriger. Der Grund: Die Grundweine vergären nur einmal. Geschmacklich ist der Secco stärker vom Grundwein geprägt als der Sekt oder der Champagner. spk
    

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