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Ausbildung & Beruf - Grünstadt

„Individuelle Fragen im persönlichen Gespräch klären“ 

INTERVIEW: Messeorganisatorin Corinne Hoffmann spricht über erste Eindrücke, Zeitpläne und Dresscodes

Die Zahl der Angebote auf einer Jobmesse ist überwältigend. Um sich zu orientieren, sollten Besucher vorab etwas Zeit in die Vorbereitung investieren. Welche Tipps sie darüber hinaus beherzigen sollten, erklärt „Sprungbrett“-Messeprojektleiterin Corinne Hoffmann im Interview.

Informationsflut: Um einen Messebesuch optimal zu nutzen, gilt es ein paar Dinge zu beachten. FOTO: DPA
Informationsflut: Um einen Messebesuch optimal zu nutzen, gilt es ein paar Dinge zu beachten. FOTO: DPA

Das Internet bietet zu den Themen Ausbildung und Beruf Informationen en masse. Warum sind Berufsmessen aus ihrer Sicht trotzdem wichtig?

Im Internet bieten sich zwar zahlreiche Möglichkeiten, es herrscht aber auch eine Informationsflut. Der Vorteil von Berufsmessen ist, dass sich verschiedene Alternativen im direkten Vergleich betrachten lassen. Besucher können direkt vor Ort ihre individuellen Fragen persönlich an Personalverantwortliche richten und aus dem Erfahrungsbericht von Auszubildenden schöpfen. Das alles ist eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung.

Für welche Zielgruppen sind Berufsmessen besonders interessant?

Im Grunde sprechen Jobmessen erst einmal jeden an, der sich beruflich orientieren oder verändern möchte. Die Sprungbrett- Messe im Speziellen richtet sich vornehmlich an junge Menschen, die kurz vor dem Schulabschluss stehen und sich für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden müssen. Aber auch Arbeitnehmer, die sich weiterbilden möchten, werden angesprochen. Es sind auch für diesen Bereich einige interessante Bildungseinrichtungen vertreten.

Wann sollten Bewerber mit der Vorbereitung auf die Messe starten?

Einen festen Zeitplan gibt es für den Messebesuch nicht. Eine gewisse Vorbereitung ist dennoch sinnvoll. Zunächst einmal sollten Bewerber für sich die eigenen Berufsvorstellungen definieren. Zur detaillierten Vorbereitung veröffentlichen wir drei Wochen vor dem Messetermin ein Messemagazin mit Ausstellern, Berufsbildern, Studiengängen, Vorträgen, Bewerbungstipps und einem Messeplan.

Corinne Hoffmann FOTO: FREI
Corinne Hoffmann FOTO: FREI

Online kann man sich sogar vorab einen Plan erstellen, in dem man sich einen virtuellen Messerundgang mit den eigenen Favoriten anlegt.

Stichwort: Dresscode. Was sollten Besucher beachten?

Hier gilt, wie beim Vorstellungsgespräch auch: Der erste Eindruck zählt. Ein gepflegtes Äußeres ist Pflicht. Einen offiziellen Dresscode gibt es allerdings nicht. Wichtig ist, dass man authentisch ist und sich wohlfühlt.

Welche Unterlagen sollten Bewerber vor Ort parat haben?

Für erfahrene Bewerber bietet es sich an, Mappen mit Lebenslauf und Anschreiben bereits im Vorfeld zusammenzustellen und sie bei gegenseitigem Interesse am Messestand eines Unternehmens abzugeben. Aber auch Anfänger können profitieren, indem sie ihre vorbereiteten Dokumente vor Ort von Coaches checken lassen und sich Tipps einholen.

Auf die Vor- folgt die Nachbereitung. Worauf sollte man dabei achten?

Im Anschluss an den Messebesuch ist es ratsam, die gesammelten Informationen zu ordnen und für sich auszuloten, welches Unternehmen oder welcher Bildungsweg der Passende ist. Und dann kann es auch schon mit der Bewerbung losgehen. | INTERVIEW: CAROLIN KELLER


Berufsmessen in der Region

Kaiserslautern
„Treffpunkt“, Di/Mi 28./29.5., jeweils 9.30-16 Uhr, Technische Universität Kaiserslautern, Info: www.treffpunkt-kl.de
Ausbildungsbörse „Mit Doppelpass zum Ausbildungsplatz“, Agentur für Arbeit und 1. FC Kaiserslautern, Mi 4.9., 10-17 Uhr, Fritz-Walter-Stadion, www.ausbildungsbörse-kaiserslautern.de

Landau
„Ausbildungs- und Hochschulmesse“ der Agentur für Arbeit Landau, Fr/Sa 15./16.3., Fr 12-17 Uhr, Sa 9.30-14.30 Uhr, Jugendstilfesthalle, Info: www.ausbildungsmesse-landau.de

Mannheim
„Jobs for Future – Messe für Arbeit, Aus- und Weiterbildung“, Do-Sa 21.-23.2., jeweils 10-17 Uhr, Maimarkthalle. Weitere Infos unter www.jobsforfuture-mannheim.de
„Jobmesse Rhein-Neckar“, Sa/So 6./7.4., Sa 10-16 Uhr, So 11-17 Uhr, GBG Halle am Herzogenried, Weitere Infos unter www.jobmessen.de/rhein-neckar

Ludwigshafen
„Schau R(h)ein: Ausbildung in Sicht“, Fr/Sa 1./2.2., jeweils 10-20 Uhr, Rhein-Galerie, www.arbeitsagentur.de/ludwigshafen
„Sprungbrett –Messe für Ausbildung, Studium und Weiterbildung“, Fr/Sa 13./14.9., jeweils 9- 16 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle, www.sprungbrett-lu.de

Zweibrücken
„Zweibrücker Ausbildungsmesse – ZAM“, Di 10.9., 8.30-18 Uhr, Festhalle, Weitere Infos unter: www.zam.zweibruecken.de


Überzeugender Auftritt

Die Macht der Körpersprache richtig einsetzen

Machtvolle Signale: Bahnt sich unter Kollegen ein Konflikt an, kann die richtige Körpersprache dabei helfen, die Situation zu entschärfen. FOTO:UWE UMSTÄTTER/ WESTEND61/DPA
Machtvolle Signale: Bahnt sich unter Kollegen ein Konflikt an, kann die richtige Körpersprache dabei helfen, die Situation zu entschärfen. FOTO:UWE UMSTÄTTER/ WESTEND61/DPA

Für einen souveränen Auftritt im Beruf kommt es nicht nur darauf an, was jemand sagt. Mindestens genauso entscheidend sind nonverbale Zeichen.

Der Blick weicht dem Gegenüber aus, die Arme sind verschränkt oder die Hände unter dem Tisch versteckt: Körpersprache kann entscheidend beeinflussen, wie jemand wirkt und welchen Verlauf ein Gespräch nimmt – doch sie richtig einzusetzen, will gelernt sein. „Körpersprache ist viel schwerer zu kontrollieren oder bewusst zu steuern als verbale Äußerungen“, sagt Kommunikationstrainer Phillipp Gründel.

Der eigene Auftritt lässt sich aber zum Beispiel schon mit dem richtigen Maß an Körperspannung verbessern. „Es ist die Kunst, hier den Mittelweg zu finden, dann strahlt man eine große Ruhe und Präsenz aus“, erklärt Gründel.

Der Trainer empfiehlt, sich die eigene Körpersprache bewusst zu machen – vor dem Spiegel oder auch durch Videoaufnahmen. Auf dieser Basis lassen sich dann Verbesserungen anstoßen. Übertreiben sollte man es aber nicht: „Wenn jemand bestimmte Gesten oder Positionen einstudiert, dann kann man das meistens später wahrnehmen“, sagt Gründel. Die Person wirkt dem Experten zufolge dann nicht mehr authentisch, der Gesprächspartner bekommt das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und hinterfragt womöglich das Gesagte.

Um mit nonverbalen Signalen zu überzeugen, sollte man sich nicht nur auf Gesten konzentrieren, auch die innere Einstellung zählt. „Es beginnt grundsätzlich damit, dass ich eine positive Einstellung zu dem Thema und auch zu mir selbst habe“, so die Psychologin. „Aus meiner Sicht ist Blickkontakt das Wichtigste“, sagt Frank Schabel vom Personaldienstleister Hays. „Wer seinem Gesprächspartner direkt in die Augen schaut,wirkt offen. Das signalisiert: Ich zeige mich, und ich will auch gesehen werden.“ |dpa

BUCHTIPP

„Körpersprache Mensch: Menschen lesen wie ein Geheimagent und nonverbale Kommunikation verstehen um Lügen im Alltag und Beruf zu erkennen und zu durchschauen“, Lucas Lambert, 2018, 155 Seiten, 9,99 Euro

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