
Wenn es um die häusliche Pflege geht, fällt ehrliche Kommunikation in der Familie oft schwer. Denn das Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen und Wünschen der pflegebedürftigen Menschen und den Möglichkeiten und Grenzen ihrer Angehörigen ist groß und birgt viel Konfliktpotenzial. „Unserer Erfahrung nach steht in einer Pflegesituation häufig allein das Wohlbefinden der pflegebedürftigen Person im Zentrum, während die Angehörigen ihre Bedürfnisse nicht deutlich machen und zurückstellen“, sagt Jana Wessel von der Pflegeberatung compass. Um die Pflege langfristig sicherzustellen, müsse man aber dafür sorgen, dass es allen Beteiligten gut geht. „Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig ins Gespräch zu kommen. Wenn das nicht funktioniert, sollte man sich Hilfe von außen dazu holen - etwa aus dem Bekanntenkreis oder durch eine Pflegeberatung.“
Entgegen häufiger Annahmen ist Pflegeberatung nämlich nicht nur für die Pflegebedürftigen da, sondern für alle, die in die Pflegesituation eingebunden sind. „Sie dient der Prävention und ist sehr wichtig, weil sonst die pflegende Person schnell die nächste pflegebedürftige Person sein kann“, bringt Wessel es auf den Punkt. Kostenfreie Beratung am Telefon gibt es für alle Anrufenden unter der Servicenummer 0800 - 101 88 00. Bei privat Versicherten ist compass für das gesamte Beratungsspektrum zuständig und bietet eine spezielle Präventionsberatung auch per Videogespräch an - mehr dazu unter www.compass-pflegeberatung.de. Für gesetzlich Versicherte stehen die Pflegestützpunkte zur Verfügung. Wer Schwierigkeiten mit der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege hat, bekommt hier fachkundige Unterstützung. |djd