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30.09.2019 Drucken

Alles in meiner Stadt

Schulterpolster und kräftige Töne

Frauenmode im Herbst interpretiert auch Bekanntes neu

Betonte Schultern, stilvolles Leder und strahlendes Kolorit: Die Frauenmode für diesen Herbst und Winter setzt auf starke Formen,Materialien und Farben.
   

Lässig: Die Mäntel dürfen üppig sein. FOTO:MARC O’POLO/DPA-TMN
Lässig: Die Mäntel dürfen üppig sein. 
FOTO:MARC O’POLO/DPA-TMN

Zwar ist die Verwendung von (echtem) Leder ein umstrittenes Thema. Trotzdem erlebt ausgerechnet Leder im Moment einen Boom – denn die künstlichen Varianten sind so gut geworden, dass sie sich kaum noch von echtem Tierleder unterscheiden. Der aktuelle Trend zu Leder beschränkt sich nicht nur auf Jacken und Hosen. „Auch Kleider und winterliche Shorts aus Leder, die man mit blickdichten Strumpfhosen trägt, sind jetzt gefragt“, berichtet die Einkaufsberaterin Andrea Lakeberg aus Berlin. Der Verkaufshit bleibt die Lederjacke, aber diese wird in dieser Saison neu interpretiert. Der Trend geht in Richtung 1970er Jahre, also zu geraden Schnitten mit aufgesetzten Taschen oder sogar Blazervarianten aus Leder. Auch bei den Farben geht es vermehrt weg vom üblichen braunen Leder – hin zu etwa Petrol oder Violett. Schwarz aber bleibt erhalten. Es ist zum Beispiel „Hauptbestandteil eines besonders coolen Looks, der an den Film ,Matrix’ erinnert und bei dem vor allem lange, schwarze Ledermäntel zum Einsatz kommen“, erklärt der Modeberater Andreas Rose aus Frankfurt.

Schultern wie in „Dallas“

Und betonte Schultern sind wieder angesagt – so wie sie von den Frauen der Fernsehserien „Dallas“ und „Denver-Clan“ gezeigt wurden. Das gelingt mit großen Schulterpolstern in Blazern oder Volants und Rüschen an diesen Partien.
   

Dauerbrenner: Karos bleiben en vogue. FOTO: C&A/DPA-TMN
Dauerbrenner: Karos bleiben en vogue. 
FOTO: C&A/DPA-TMN

Karos bleiben

Seit Jahren sind sie nicht aus der aktuellen Mode wegzudenken: die verschiedenen Karomuster. Und sie bleiben auch jetzt erhalten. „Man sieht sie in diesem Herbst wirklich überall“, sagt Stilberater Rose. „Auf Mänteln ebenso wie auf Jacken, aber auch auf Hosen und Röcken.“ Neu ist die Kombination von Karomustern mit strukturierten Wollstoffen, die man zum Beispiel häufig für schmal geschnittene Röcke nutzt.

Mäntel weit und lang

Ein Wintermantel gehört natürlich zur kalten Jahreszeit einfach dazu. Schließlich hält ein solches Stück nicht nur mollig warm, sondern es ist auch modisches Statement. Die Bandbreite der Modelle ist entsprechend groß: Überweite und lässige Formen finden sich im Handel ebenso wie schmale Schnitte. Sie werden aus Wolle ebenso angeboten wie mit Lammfell oder Teddyplüsch, aus dickem Strick oder aus dem trendigen Leder. „Ebenfalls gefragt sind Daunenmäntel, die in dieser Saison gern extralang und weit sein dürfen“, ergänzt Einkaufsberaterin Lakeberg.

Mal knallig, mal neutral

Die Farben der Saison können kräftig sein: „Vor allem leuchtende Töne sieht man jetzt sehr viel“, berichtet die Stilberaterin Inka Müller-Winkelmann aus Schildow in Brandenburg. Die Palette reicht hier von strahlendem Orange über knalliges Apfelgrün bis hin zu quietschigem Pink. Der Gegentrend sind neutrale Farben. „Vor allem edles Beige ist ein großer Farbtrend“, sagt Modeberater Andreas Rose. „Dazu kommt Braun in vielen schmeichelnden Nuancen.“Und natürlich nie wegzudenken in der eher dunklen Jahreszeit sei das Schwarz, fügt der Modeberater hinzu. dpa
   

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