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Gesundheit und Wohlbefinden - Frankenthal, Bad Dürkheim, Grünstadt

„Die Situation zu verbessern ist immer möglich“

Experte informiert über Knie-Arthrose und Behandlungsmöglichkeiten – Buch als „kritische Zweitmeinung zur Knie-OP“

Beschwerden am Knie: Vor einer Operation sollten alle herkömmlichen Methoden ausgeschöpft sein. FOTO: WORDLEY CALVO STOCK/STOCK.ADOBE.COM

14.10.2021

Angeborene Fehlstellungen, Verletzungen und Verschleiß: Die Gründe für Kniebeschwerden sind unterschiedlich. Die Volkskrankheit Arthrose schlägt auch bei diesem Gelenk gnadenlos zu. Betroffene stehen dann vor einer Vielzahl offener Fragen und Behandlungsmöglichkeiten.

Hanno Steckel, Professor an der Uni Göttingen und zertifizierter Kniechirurg, macht Hoffnung: „Es kann immer etwas getan werden“, betont er. Eine Arthrose sei zwar bis heute nicht heil-, aber behandelbar. Er rät, zunächst alle konventionellen Methoden auszuschöpfen, bevor es zur Operation kommt.

Erste Stufe Basistherapie

„Auf der ersten Stufe steht immer eine Basistherapie, die sich aus einer Patientenschulung, dem Abbau von Risikofaktoren und einem Training für das Knie zusammensetzt“, so Steckel. Eine deutliche Gewichtsreduktion sei sowohl für Knie- und Hüftgelenke als auch für das Herz-Kreislauf-System gut, betont er. Zur Basistherapie zählt er unter anderem Physiotherapie, physikalische Therapie, Akupunktur, Ergotherapie, eine Hilfsmittelversorgung, etwa durch eine stützende Knie Manschette, sowie Nahrungsergänzungspräparate. Wer damit keine Besserung spüre, könne zunächst zu schmerzlindernden Salben greifen, auf der nächsten Stufe zu entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamenten. „Erst wenn das alles erfolglos ist, sprechen wir von Operationen“, so der Orthopäde, der selbst im Schnitt 400 OPs pro Jahr durchführt.

Unterschiedliche OPs

Auch bei den Operationen gibt es eine Reihe von Abstufungen: „Hier stehen an erster Stelle gelenkerhaltende Operationen.“ Dazu zählen Gelenkspiegelungen, knorpelchirurgische Therapien wie Knorpelzelltransplantation und achskorrigierende Eingriffe. „Sind auch diese Arthrose-Therapien ausgeschöpft, steht ein Gelenkersatz als Teilersatz oder kompletter Gelenkersatz zur Diskussion.“

Allgemein rät der Experte Patienten, sich gut auf die Beratungsgespräche mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Zweitmeinung einzuholen, könne sinnvoll sein, müsse es aber nicht zwingend. „In meiner Sprechstunde geht es zunehmend um Zweitmeinungen“, stellt Hanno Steckel fest. „Die Patienten kommen mit verschiedensten Empfehlungen von ihrem Hausarzt oder Physiotherapeuten.“ Grundsätzlich notwendig sei eine Zweitmeinung seines Erachtens nach allerdings nicht immer: „Wenn Sie sich gut beraten fühlen, alle Fragen beantwortet wurden und Sie Gespräch und Therapie für schlüssig halten, ist das sicher ausreichend“, meint er. Als Autor möchte er mit seinem Buch „Nicht übers Knie brechen“ Patienten aber auch für die Gespräche in der Sprechstunde und beim Einholen einer Zweitmeinung unterstützen, indem er ausführlich über das Thema informiert. Das Buch sei aber auch selbst als kritische Zweitmeinung zur Knie-OP gedacht.

Steckels Fazit: Es gebe beim Knie immer Möglichkeiten, die Situation wieder zu verbessern. „Was Sie in jedem Fall selbst beitragen können – sei es zu einer Heilung, zur Verbesserung Ihrer Situation oder gleich zu einem erfüllten Leben – ist eine positive Grundeinstellung, ob mit oder ohne Knieprobleme.“ wig

ZUM WEITERLESEN

Hanno Steckel: „Nicht übers Knie brechen“ mit Praxisteil und konservativen Methoden und Übungen gegen Kniebeschwerden, Becker Joest Volk Verlag, 2020, 256 Seiten, 24,95 Euro

Wohlfühlwissen: Ratgeber rund um Gesundheit und Wohlbefinden

„Der Immun Guide“

„Die Situation zu verbessern ist immer möglich“ Image 2

Mehr als 2000 Quellen, Studien und Forschungen fassen die beiden Autoren zusammen. Allein die Bibliographie hat nahezu 20 Seiten. Keine Frage: James DiNicolantonio und Siim Land haben mit dem „Immun Guide“ ein umfassendes und ganzheitliches Werk auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse geschaffen. Wer sich intensiv mit dem Immunsystem, Autoimmunerkrankungen und Lösungsansätzen für ein gesundes Leben auseinandersetzen möchte, findet in diesem Ratgeber einen wertvollen Begleiter. Allerdings wird die Lektüre gleichermaßen zum Studium. Fotos oder Grafiken finden sich im mehr als 300 Seiten starken Werk nicht, dafür viele konkrete Tipps zur Stärkung der körpereigenen Abwehr. Themen sind unter anderem metabolisches Syndrom und Insulinresistenz, Atemwegsinfekte und Covid-19. Auch der „Kraft der Nährstoffe“ sowie den Auswirkungen von Sport, Schlaf und Fasten auf das Immunsystem sind Kapitel gewidmet. wig

DiNicolantonio/Land: „Der Immun Guide. Warum das Immunsystem Ursache vieler Krankheiten ist. Wie man es heilt.“, millemari, 2021, 400 S., 24,95 Euro


„Was Demenz uns ...“

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Die britische Erfolgsautorin Nicci Gerrard ist unter dem Pseudonym Nicci French als Krimi-Autorin erfolgreich. In diesem Buch widmet sie sich allerdings aus persönlicher Sicht ganz realen Dramen unserer Tage: dem tagtäglichen Umgang mit dem Thema Demenz – und mit erkrankten Patienten. Sie verarbeitet darin nicht nur ihre Erinnerungen an ihren Vater, der zehn Jahre an Demenz litt, sondern hat auch andere Betroffene und ihre Angehörigen besucht und begleitet. Sie nähert sich mit Einfühlungsvermögen den Fragen an, was wir verlieren, wenn wir unsere Erinnerung verlieren, wie hilflos demente Menschen sind und wie schmerzhaft das auch für deren Angehörige ist. Ihr Fazit: Der Umgang mit einem demenziell erkrankten Menschen bedürfe des Respekts und der Liebe. Das vielschichtige Werk ist teils Reportage über die medizinischen Hintergründe sowie Klinik- und Heimalltag, teils philosophische Betrachtung über das Erinnern, unterfüttert mit gut recherchierten Fakten. Ein bewegendes und wichtiges Buch! wig

Nicci Gerrard: „Was Demenz uns über die Liebe sagt“, C. Bertelsmann, 2021, 320 S., 20 Euro


Hilfe bei Darmbeschwerden

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Wenn es für Autorin Andrea Flemmer ein Allheilmittel gegen Verdauungs- und Darmbeschwerden gibt, dann sind es Flohsamen. Vor allem den stark quellfähigen Schalen der Samen des Spitzwegerichgewächses schreibt sie vielfältig heilsame Wirkung zu: „Zahlreiche Studien belegen eine sichere Wirkung“, schreibt Flemmer. „Flohsamenschalen helfen auch bei chronischer Verstopfung, erleichtern die Stuhlabgabe bei schmerzhaften Stühlen infolge Analverletzungen, Hämorrhoiden, nach operativen Eingriffen am Darm und sind eine Therapieform bei Reizdarm und zu hohen Cholesterinwerten.“ Aber auch darüber hinaus hat die Autorin vieler Gesundheitsbücher viele natürliche Mittel und praktische Ratschläge zusammengefasst, die im Alltag gute Dienste leisten und so manche Medikamenteneinnahme ersparen können. Diesen Tipps stellt Flemmer ein einleitendes Theorie-Kapitel voraus, das kompakt und gut verständlich die Verdauungsvorgänge und unterschiedliche Ernährungsformen beschreibt. wig

Andrea Flemmer: „Verdauungs- und Darmbeschwerden“, Humboldt, 2021, 155 S., 19,99 Euro


Mobil bleiben mit Parkinson

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Verlangsamte Bewegungen und steifer werdende Muskeln können Anzeichen für eine Parkinson-Erkrankung sein. Julia Sternheimer-Völcker hat sich in ihrer ergotherapeutischen Praxis auf das Beschwerdebild spezialisiert. In ihrer therapeutischen Arbeit legt sie wert darauf, die Bedürfnisse und individuellen Ziele ihrer Patienten zu berücksichtigen. Wichtig sind ihr daher ein intensiver Austausch und eine enge Zusammenarbeit. Das spiegelt auch ihr Ratgeber wider, der gemeinsam mit Erkrankten entstanden ist. So unterstützt die Expertin in dem Buch Betroffene nicht nur mit der Beschreibung passender Übungen, deren Ziel es ist, Patienten so lange wie möglich mobil, selbstständig und unabhängig zu erhalten. Sie versteht es auch, Mut zumachen: „Erfreulich ist, dass das menschliche Gehirn bis ins hohe Lebensalter die Fähigkeit zum Lernen besitzt. Das können wir uns in der Ergotherapie und der Arbeit mit Betroffenen zunutze machen, um deren Leben zu erleichtern und um ihnen mehr Sicherheit im Alltag zu geben“, erklärt sie. msw

Julia Sternheimer-Völcker: „Parkinson. Sicher durch den Alltag“, Trias, 2021, 152 Seiten, 17,99 Euro


Persönlicher Krebs-Kompass

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Die Zahlen sind erschreckend: Laut WHO wird weltweit jeder Zweite im Lauf seines Lebens mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. In Deutschland erkranken 500.000 Menschen jährlich. Fitnesstrainerin Verena Sam bekommt mit 35 Jahren die Diagnose „Krebs im fortgeschrittenen Stadium“ – laut den medizinischen Leitlinien und Standardtherapien wird die Erkrankung als unheilbar eingestuft. Doch Verena gibt sich nicht geschlagen und nimmt mit ihrem Mann, dem Ernährungsexperten und Erfolgsautor Achim Sam, den Kampf gegen den Krebs auf. Beide studieren wissenschaftliche Veröffentlichungen, ziehen führende Experten zurate und ordnen die Ergebnisse für sich und ihr Leben ein. Ihre wichtigsten Erkenntnisse und Überlebensstrategien haben sie zu einem Buch verdichtet, das Betroffenen und ihren Angehörigen beim Leben mit der Krankheit helfen kann. Ein Buch, das sich beide eigenen Angaben zufolge zum Beginn der Krebsdiagnose selbst gewünscht hätten. Der Bestseller ist jetzt als Taschenbuch erschienen. msw

Verena und Achim Sam: „Unser Krebs-Kompass“, Penguin, 2021, 448 Seiten, 16 Euro

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