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Dudenhofen & Römerberg

Schäfer mit Spürnase

Polizist German Braun hat ein besonderes Hobby

Schäfer mit Spürnase

Nach Feierabend den Blick über seine weidenden Schafe schweifen lassen, die beiden Border-Collie-Hündinnen Afra und Hexe an seiner Seite, schon fällt der Ballast des Alltags ihm ab. Das ist es, was German Braun so an seinem nicht alltäglichen Hobby liebt. Der Polizist ist Schafhalter aus Passion – und das seit mehr als 20 Jahren.              

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Nach der Schur steht die Fußpflege an: German Braun schneidet die Klauen eines seiner Schafe. ARCHIVFOTO: LENZ

Die Faszination für Schafe wurde bereits in German Brauns Kindheit geweckt. „Mein Vater hatte einen kleinen Bauernhof und ich bin mit Tieren aufgewachsen. Irgendwie spielten sie deshalb auch immer eine Rolle in meinem Leben“, erinnert sich der Hobbyschäfer, der auch schon ein Pony als Haustier hielt.

Eines Tages fiel die Entscheidung auf Schafe, genauer gesagt auf Waldschafe. „Diese Gattung ist eine der ältesten Schafrassen Süddeutschlands“, erklärt der Tierliebhaber. Gemeinsam mit seinem Bekannten, Peter Kämmerich, teilt sich der Römerberger eine Herde von rund 50 Tieren. Zur Lämmerzeit im Frühjahr kann die Herde gut und gerne auf 100 Tiere anwachsen.

„Wenn Lämmer da sind, ist es noch einmal umso schöner. Die Kleinen tollen richtig fröhlich auf der Wiese herum. Es gibt dann wirklich so eine Art Lämmer-Kindergarten“, erzählt der Polizist und lacht. Wie wird man eigentlich Schäfer? „Hobby-Schäfer“, korrigiert Braun gleich. Er habe zahlreiche Seminare und Weiterbildungen an der Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle in Münchweiler an der Alsenz absolviert. Diese Fortbildungen helfen German Braun im täglichen Umgang mit seinen Tieren sehr weiter.

Denn Schafzucht besteht nicht nur darin, die Tiere weiden zu lassen. „Schafe müssen geschoren werden. Ich muss regelmäßig ihre Klauen kürzen und natürlich müssen sie auch entwurmt werden. Das alles setzt Fachwissen voraus“, betont Braun.

In ein paar Jahren, wenn er in Rente geht, will er sein Hobby noch intensiver betreiben. „Vielleicht fange ich dann mit dem Filzen an. So kann ich das Fell nach dem Scheren endlich auch mal verarbeiten“, blickt der Hobby-Schäfer in die Zukunft. swen
                

Feiern auch ohne Tabak

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ARCHIVFOTO:WIP

Ab etwa 1850 bis zur Jahrtausendwende prägte Tabakanbau viele Dörfer in der Region. Harthausen gehörte dazu. Der jetzt als Kulturzentrum genutzte Tabakschuppen (Foto), den Bayernprinz Luitpold dem Dorf als Dank für Loyalität 1851 schenkte, trug überdies zum Ruf als „das Tabakdorf“ bei: Nach der 750-Jahrfeier 1980 beschloss man, hier der Tradition mit einem jährlichen Tabakdorffest zu frönen. Gegenwärtig wird die 39. Auflage vorbereitet, von 13. bis 15. September wird in der Ortsgemeinde gefeiert – auch wenn der Tabakanbau Geschichte ist. wip