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Bauen & Wohnen

Einbrecher haben im Winter leichtes Spiel

Die dunkle Jahreszeit erhöht die Einbruchsgefahr - Sicherheitstechnik schützt

Einbrecher haben im Winter leichtes Spiel

Einbruchhemmende Fenster und Türen können überwunden werden. Sie sollten daher mit einer Alarmanlage kombiniert werden, die neben erhöhter Sicherheit viele weitere Vorteile bietet. FOTO: DJD/BHE BUNDESVERBAND SICHERHEITSTECHNIK/GRATIS

In den Wintermonaten steigen die Einbruchszahlen vielerorts deutlich. Die kurzen Tage bieten günstige Bedingungen: Unbeleuchtete Häuser können darauf hindeuten, dass niemand zu Hause ist. Gleichzeitig schützt die Dunkelheit vor neugierigen Blicken und erleichtert es Eindringlingen, unbemerkt vorzugehen.

In den Abendstunden sind zudem oft weniger Menschen unterwegs. Für Einbrecher sinkt damit das Risiko, aufmerksamen Nachbarn oder zufälligen Zeugen zu begegnen.

Mehr als materielle Schäden

Die Folgen eines Einbruchs lassen sich nicht nur in Euro und Cent messen. Viele Betroffene empfinden die Tat als massiven Eingriff in ihre Privatsphäre und fühlen sich anschließend in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Angst und Schlafprobleme können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Bei den Tätern handelt es sich häufig nicht um professionell organisierte Banden. Gelegenheitseinbrecher nutzen Schwachstellen wie ungesicherte Fenster, Türen oder Kellerverschläge und versuchen, diese mit einfachen Werkzeugen zu überwinden. 

Mechanik und Alarmanlage

Dass sich Einbrüche verhindern lassen, zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS): 2025 scheiterten rund 45 Prozent der Einbruchsversuche. Polizei und Sicherheitsexperten führen dies auf den Einsatz moderner Sicherheitstechnik zurück. „Wer sein Zuhause schützen möchte, sollte mechanische und elektronische Sicherungstechnik miteinander kombinieren“, sagt Carl Becker-Christian, Geschäftsführer des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik. Einbruchhemmende Türen und Fenster erschweren es Einbrechern deutlich, ins Gebäude zu gelangen. Eine Alarmanlage ergänzt den mechanischen Schutz durch Abschreckung und eine schnelle Reaktion: Sie meldet einen Einbruchsversuch unmittelbar an eine rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle. Dort können die erforderlichen Schritte umgehend eingeleitet werden.

Fachgerechte Planung und Installation

Effektiver Einbruchschutz bedarf fachkundiger Beratung, einer sorgfältigen Planung sowie einer professionellen Installation. Von einer Montage in Eigenregie oder vermeintlichen Schnäppchen aus Baumarkt und Discounter rät Carl Becker-Christian ab: „Nur wenn eine Alarmanlage fachgerecht geplant und eingebaut wird, kann sie zuverlässig funktionieren.“ Über eine PLZ-Suche auf dem neutralen Informationsportal www.sicheres-zuhause.info etwa lassen sich qualifizierte Fachbetriebe in der Region finden. Die Plattform bietet zudem umfangreiche Informationen und praktische Tipps für wirksamen Einbruchschutz. |djd


Gut vorbereitet ins neue Zuhause

Darauf sollten Wohnungsinteressenten achten

Endlich ist eine passende Wohnung gefunden. Doch jetzt beginnt der Teil, der oft unterschätzt wird. Von der ersten Kontaktaufnahme über die Besichtigung bis zum Mietvertrag gibt es einiges zu beachten.

Wer sich gut vorbereitet und einige Hinweise beachtet, kommt seinem neuen Zuhause ein gutes Stück näher. Schon vor der ersten Besichtigung lohnt sich ein genauer Blick auf das Wohnungsangebot. Passt die Wohnungsgröße zum eigenen Haushalt, wird ein Wohnberechtigungsschein benötigt und sind die gemachten Angaben vollständig? „Je vollständiger die Informationen in der Anfrage sind, desto einfacher lässt sich prüfen, ob Wohnung und Haushalt zusammenpassen“, erklärt Selma Kurukiz, Vermieterin bei Vonovia. Wichtig sind vollständige Angaben zur eigenen Einkommenssituation. Wer einen Wohnberechtigungsschein benötigt, sollte ihn rechtzeitig beantragen, denn die Bearbeitung dauert. Ist ein Besichtigungstermin vereinbart, zählt Verbindlichkeit. Wer zusagt, sollte pünktlich erscheinen und bei Verhinderung rechtzeitig absagen, damit der Termin anderweitig vergeben werden kann. Auch der persönliche Umgang spielt eine wichtige Rolle, denn ein gutes Mietverhältnis beginnt nicht erst mit der Schlüsselübergabe.„Ein Mietverhältnis lebt von gegenseitigem Vertrauen und einem freundlichen Miteinander, schon bevor der Mietvertrag unterschrieben ist“, sagt Selma Kurukiz weiter.

Sind sich beide Seiten nach der Besichtigung einig, geht es meist schnell. Nun sollten die benötigten Unterlagen möglichst vollständig und gut lesbar eingereicht werden:

Einkommensnachweise, eine Kopie des Arbeitsvertrages oder des Gewerbescheins, einen gültigen Wohnberechtigungsschein, falls nötig, eine Schufa-Auskunft und eine Mieterselbstauskunft. Je schneller alle Nachweise vorliegen, desto zügiger lässt sich der Mietvertrag vorbereiten. Auf dem angespannten Wohnungsmarkt sind Betrüger leider keine Seltenheit. „Seriöse Vermieter verlangen in der Regel keine Zahlungen, bevor ein Mietvertrag abgeschlossen wurde oder eine Besichtigung stattgefunden hat“, ergänzt die Vonovia Vermieterin. Wer vorab eine Kaution, eine Reservierungsgebühr oder eine Provision überweisen soll, sollte misstrauisch werden.

Gleiches gilt, wenn der Schlüssel angeblich nach einer Zahlung per Post verschickt wird. Auch mit persönlichen Daten sollte man sorgsam umgehen: Eine Kopie des Personalausweises gehört nur in seriöse Hände. |djd