Große Namen und überraschende Spielarten des Genres bietet die Kulturfabrikreihe „Jazz & more“. Dazu zählen traditionell jene Konzerte, welche die BASF alljährlich im Herbst in Kooperation mit dem Festival „Enjoy Jazz“ präsentiert, sowie weitere Veranstaltungen im Laufe der Saison.
Den Auftakt der Reihe gestaltet am Samstag, 17. Oktober, um 20 Uhr die Saxofonistin Lakecia Benjamin. In ihrer Musik treffen Funk, Soul und Hip-Hop auf die Retro-Bewegung der Stunde: den Spiritual Jazz. Benjamins voluminöses Spiel kann man als eine Hochenergievariante dieses meditativen Subgenres beschreiben. Die Saxofonistin selbst begreift es als eine Art heilende musikalische Praxis. Im BASF-Feierabendhaus präsentiert die sechsmal für den Grammy nominierte US-Amerikanerin zusammen mit ihrem Quartett ihr aktuelles Album „We Dream“.
Nicht um Träume, sondern um eine Auszeichnung geht es am 31. Oktober: Der SWR-Jazzpreis, 1981 ins Leben gerufen, wird zum 46. Mal vergeben – an die Pianistin und Komponistin Olga Reznichenko. In Russland geboren, lebt Reznichenko mittlerweile in Leipzig und Berlin, wo sie in verschiedenen Ensembles wie dem Trio „O.R.T.“, dem Quartett „Crutches“ oder der Band „Beatdenker’s Polyplay“ aktiv ist. Beim Preisträgerkonzert im Gesellschaftshaus der BASF wird Olga Reznichenko ein speziell für diesen Anlass zusammengestelltes Projekt präsentieren (ab 19 Uhr).
Von den Konzerten, die in Zusammenarbeit mit „Enjoy Jazz“ stattfinden, sind jene mit dem Klavierduo Giannouli Bärtsch (Sa 24.10.) und mit der Singer-Songwriterin Melody Gardot (Do 5.11.) bereits ausverkauft. Für die Zugabe zum Festival, das „Enjoy Jazz Encore“, mit dem Avishai Cohen Trio gibt es indes noch Karten.


In den letzten 30 Jahren hat sich der in Israel geborene Bassist und Bandleader Avishai Cohen zu einer der prägenden Figuren des zeitgenössischen Jazz entwickelt. Seine Originalkompositionen und Arrangements spiegeln ein weitläufiges musikalisches Universum wider, in dem verschiedene Traditionen, Kulturen, Sprachen und Stile miteinander verschmelzen. Seine Musik verbindet hebräische und Ladino-Folklore mit Jazz der Gegenwart und schafft so einen Sound, der sowohl tief verwurzelt als auch innovativ ist. Bei seinem Auftritt in Ludwigshafen stehen ihm die beiden jungen Musiker Itay Simhovich und Eviatar Slivnik zur Seite (Do 10.12., 20 Uhr, Feierabendhaus).
Zwischen Gardot und Cohen finden, jenseits des Festivals „Enjoy Jazz“, zwei weitere Konzerte in der Reihe statt: Die Nighthawks begeben sich am 20. November auf eine musikalische Rallye „Paris – Dakar“. Das Quintett um Trompeter Reiner Winterschladen streift Afrika, unter anderem, indem es dem kamerunischen Musiker Manu Dibango Referenz erweist (20 Uhr, Gesellschaftshaus).
Zwischen Rock und Kammermusik vermitteln der Jazz-Cellist Stephan Braun und der Gitarrist Arne Jansen. Unter dem Titel „Sultans of Swing“ huldigt das Duo am 3. Dezember dem Brit-Rocker Mark Knopfler und seiner Band Dire Straits (20 Uhr, Gesellschaftshaus). leo
Tickets: www.basf.de/kultur