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Basf Kulturprogramm

"Auf Flügeln des Gesanges"

BASF-KULTURFABRIK - SAISON 26/27 MIT 70 VERANSTALTUNGEN STARTET AM 23. SEPTEMBER

"Auf Flügeln des Gesanges"

Jazz: Altsaxophonistin Lakecia Benjamin verbindet den Spiritual Jazz im Stil der Coltranes mit Einflüssen aus Funk, Soul und Hip-Hop. „We Dream“ heißt ihr aktuelles Album. | Foto: Elizabeth Leitzell/oho

Eine Friedensmesse von Karl Jenkins, Bachs Weihnachtsoratorium unter Leitung von Barock-Veteran Ton Koopman, Beethovens Neunte mit dem Beethovenchor Ludwigshafen, Volkslieder mit den Acappella-Poppern von Maybebop und dazu zwei Mitsingkonzerte: In der Saison 26/27 schwebt die Kulturfabrik der BASF „Auf Flügeln des Gesanges“. 

„Mit unserem Themenschwerpunkt wollen wir die Region mit dem ältesten Musikinstrument überhaupt zum Klingen bringen: der menschlichen Stimme“, sagt Anna Katharina Rapp, Leiterin des Gesellschaftlichen Engagements der BASF. Entsprechend wird das Konzertprogramm im Ludwigshafener Feierabendhaus nicht etwa von einem Sinfonieorchester oder einer Pianistin eröffnet, sondern von einem Sänger: Deutschpop-Barde Max Giesinger erzählt am Mittwoch, 23. September, ab 20 Uhr vom „Glück auf den Straßen“, so der Titel seines aktuellen Albums. Für Giesingers Auftritt bei der Kulturfabrik gibt es allerdings nur noch einzelne Restkarten. 

Rund 70 Veranstaltungen offeriert die Kulturfabrik insgesamt, von Klassik bis Show und Comedy sind alle Genres vertreten. Insbesondere der gehobene Pop-Sektor ist stark gewachsen: Neben Giesinger werden beispielsweise Joris (7.11.), Annett Louisan (13.11.), Fortuna Ehrenfeld (21.11.) und Gregor Meyle (5.12.) angekündigt. Das Konzert mit Stefanie Heinzmann am 12.11. ist bereits ausverkauft, doch dafür holt man Portugals Fado-Star Mariza mit „Amor“ ins Theater im Pfalzbau (Di 24.11., 20 Uhr). Und auch Gringo Mayer ist wieder mit von der Partie: Am Do 17.12., 20 Uhr, schmeißt der Pfalzrocker die Jahresabschlussparty im Feierabendhaus. 

Durch Zusammenarbeit mit dem Festival „Enjoy Jazz“ ergibt sich für die Monate Oktober bis Dezember außerdem ein Jazz-Schwerpunkt: unter anderem mit der US-amerikanischen Altsaxophonistin Lakecia Benjamin, die ihr Album „We Dream“ präsentiert (17.10.), mit der diesjährigen SWR-Jazzpreisträgerin Olga Reznichenko (31.10.) und Kontrabass-Star Avishai Cohen (10.12.). 

Das Künstlerporträt indes ist einem Instrumentalisten aus dem Klassikbereich gewidmet: Daniel Ottensamer. Der 1986 geborene Wiener gilt als einer der besten Klarinettisten der jüngeren Generation; sein Spiel ist von vornehmer Eleganz, seine Technik souverän, seine Intonation geschmeidig und sensibel. Als Artist in Residence wandert Ottensamer durchs Kulturfabrik-Jahr, beginnend am Mittwoch, 7. Oktober, wenn er, begleitet von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Mozarts berühmtes Klarinettenkonzert in A-Dur interpretiert (19.30 Uhr, Feierabendhaus). Das Klarinettenquintett desselben Komponisten – von geradezu zauberischer Schönheit ist dessen Larghetto – trifft auf ein romantisches, im langsamen Satz geradezu düster-beklemmendes Schwesterwerk von Carl Maria von Weber, wenn sich Ottensamer am 3. November mit dem Signum-Streichquartett zusammentut (19.30 Uhr, Feierabendhaus). 

Mit den Philharmonix, sechs befreundeten Musikern, lädt Daniel Ottensamer in den „Vienna Berlin Music Club“ (Fr 15.1., 19.30 Uhr), ehe er zusammen mit dem Cellisten Stephan Koncz und dem Pianisten Christoph Traxler einen Bogen von Beethovens „Gassenhauer“-Trio zum 1887 entstandenen Klarinettentrio des französischen Jahrhundertwende-Komponisten Vincent d’Indy schlägt (So 18.4., 11 Uhr, Gesellschaftsh.). 

Noch mehr Beethoven – 2027 jährt sich sein Todestag zum 200. Mal – versteckt sich unter anderem in der Reihe „Kaleidoskop“: Am 6. April packt Pianist Joseph Moog einige der populärsten Klaviersonaten des Komponisten – „Mondschein“, „Waldstein“ und „Pathétique“ – in ein Gesprächskonzert, das er selbst moderiert (19.30 Uhr, Feierabendhaus). 

Daneben gibt es eine Reihe von Terminen, die für „junges Publikum“ konzipiert sind. So erzählt etwa das Familienkonzert „Radikinas“ mittels einer Gemüse-Sinfonie vom Leben unter der Erde (So 27.9., 15 Uhr). Und das Juniorkonzert „Die verstaubte Melodie“ rückt Benjamin Britten in den Mittelpunkt eines „Musicomicals“ (Sa 31.10., 15 Uhr). leo

Karten: www.basf.de/kultur