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28.05.2019 Drucken

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Sparpotenzial bei Oldtimern

Spezielle Kennzeichen können Vorteile haben

Mit den ersten warmen Tagen sind sie wieder on the road: Cabrios, Motorräder, Oldtimer, Wohnmobile. Fahrzeuge, die nicht das ganze Jahr über rollen, darunter laut Verband der Automobilindustrie allein über 400.000 Oldtimer. Um den Besitzern Geld und Zeit zu sparen, gibt es für sie besondere Kennzeichen. Ein Überblick.

Für Oldtimer gibt es besondere Kennzeichen. ARCHIVFOTO: KUNZ
Für Oldtimer gibt es besondere Kennzeichen. ARCHIVFOTO: KUNZ

Saisonkennzeichen: Wer sein Fahrzeug nur eine bestimmte Zeit im Jahr fahren will, sollte zugreifen. Das ständige An- und Abmelden und die dafür fälligen Kosten entfallen, die Besitzermüssen zur Anmeldung nur einmal aufs Amt. Sparpotenzial gibt es auch bei den Steuern und der Versicherung: Die Beiträge werden nur für den Zulassungszeitraum fällig. Die Zulassungszeit ist allerdings auf zwei bis elf Monate begrenzt, zu sehen an der Zahlenkombination am Ende des Nummernschildes. Knapp 44 Prozent der Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen rollten laut Datenbank Statista damit Anfang 2017 sieben Monate im Jahr.Achtung: Außerhalb des Zulassungszeitraums darf das Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr weder rollen noch parken. Es drohen Bußgeld, Abschleppen und bei einem Unfall der Verlust des Versicherungsschutzes.

H-Kennzeichen: Das Oldtimerkennzeichen bietet den Besitzern von historischen Fahrzeugen viele Vorteile: Sie zahlen pauschal 191,73 Euro Steuern im Jahr, niedrige Versicherungsbeiträge und dürfen in allen Umweltzonen rollen. Vorausgesetzt, der Klassiker ist mindestens 30 Jahre alt und mit einem Oldtimer-Gutachten gesegnet.

07er-Kennzeichen: Eines für alle. Das rote Kennzeichen darf für mehrere Oldtimer im Wechsel genutzt werden, die ohne Zulassung und Betriebserlaubnis unterwegs sind. Ihre Nutzung ist allerdings eingeschränkt. Mit dem 07er-Schild sind nur Fahrten zu Oldtimer-Veranstalten, Rallyes, Probe und Überführungsfahrten oder in die Werkstatt gestattet. Die Kfz-Steuer richtet sich nach dem leistungsstärksten Klassiker.

H -Saisonkennzeichen: Die Kombi von Saison- und H-Kennzeichen macht für alle jene historischen Fahrzeuge Sinn, die nur einige Monate im Jahr bewegt werden. Für sie wird die Steuer dann nur anteilig berechnet. Statt der 191,73 Euro Steuer im Jahr zahlen die Halter für eine sechsmonatige Nutzung beispielsweise dann nur noch 95 Euro. Auf dem Kennzeichen ist hinter dem H die Nutzungszeit angegeben.

Wechselkennzeichen: Der Name ist Programm – mit einem Kennzeichen rollen zwei Fahrzeuge einer Klasse abwechselnd und ganzjährig. Der fahrzeugbezogene Teil des Schildes ist fest montiert, der gemeinsame zweite Teil wird getauscht. Vom Wechselschild profitieren vor allem Wohnmobile oder Oldtimer, die sonst mit dem Saisonkennzeichen unterwegs waren. msw/Kfz-Gewerbe


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Cabrio-Dächer sind empfindlich

Vor dem Saisonstart waschen – Auch an die Dichtungen denken

Für ein tolles Cabrio-Erlebnis: richtig pflegen! FOTO: ARCHIV
Für ein tolles Cabrio-Erlebnis: richtig pflegen! FOTO: ARCHIV

Cabrio fahren ist und bleibt etwas Besonderes. Man hört den Wind, riecht die Natur, spürt die Geschwindigkeit und genießt das Gefühl von Freiheit. Wer seinen Traum von der Freiluft-Fahrt nicht schon im Winter gelebt hat, holt sein Schätzchen jetzt ans Licht, entstaubt es und macht es fit für den Kampf gegen Insekten, Baumharz, Vogelkot und Sonne. Für Alu/Stahl-Klappdächer kein Problem, Stoffhauben brauchen mehr Zuwendung.

Markus Herrmann vom Bundesverband Fahrzeugaufbereitung rät bei der Reinigung zur Vorsicht: „Viel hilft nicht immer viel. Mit jeder Autowäsche verliert der Stoff seine werkseitige Imprägnierung. Eine einfache Wäsche mit stoffschonenden Textillappen einmal im Monat reicht. Ohne Glanz oder Heißwachs – beide verkleben das Textildach, die Feuchtigkeit bleibt drin, das Garn fängt an zu schimmeln.“ Tabu sind auch Hochdruckstrahler und Chemie. Alternativ bieten die Betreiber von Autowaschanlagen Cabrio-Spezialwäschen an, die mit reduziertem Wasser- und Anpressdruck das Dach schonen. Unten wird normal gewaschen.

Ist der Dreck weg, kommen die Spuren der Winterpause auf Verdeck, Kunststoff-Heckscheiben, Mechanik und Dichtungen ans Licht. Stoffdächer vertragen laut Herrmann alle fünf bis sechs Jahre eine Imprägnierung. Die frischt die Farbe auf, schützt vor UV-Licht, Wasser und Dreck perlen besser ab. Profis erledigen den Job für 100 bis 200 Euro mit speziellen Reinigern und Versiegelungen, gesetzliche Gewährleistung inklusive.

Wer selbst Hand anlegen will, sorgt dafür, dass das Cabrio vorher absolut sauber und trocken ist, sonst versiegelt man schlimmstenfalls noch den Schmutz. Die vom Hersteller empfohlene Imprägnierung wird als dünner Film dreimal gleichmäßig aufgetragen, zwischendurch erfolgt eine halbstündige Trockenzeit. Beste Arbeitsbedingungen: Temperaturen um die 20 Grad Celsius und ein Platz im Schatten. Gut gepflegte Stoffdächer halten übrigens abhängig von Nutzung und Umwelteinflüssen mindestens zehn Jahre.

Heutzutage schauen die Besitzer moderner Cabrios durch Heckscheiben aus Glas, die sich leicht reinigen und pflegen lassen. Kunststoffscheiben sind wesentlich sensibler. Herrmann: „Matte, milchige oder leicht zerkratzte Scheiben erhalten mit einer einfachen Lackpoliturwieder Transparenz, der Kunststoff wird durch die Weichmacher zudem gepflegt.“ Oft vergessen werden Gummidichtungen und Mechanik. Gummi bleibt schön geschmeidig, wenn er zweimal jährlich vor und nach dem Winter mit einem Pflegestift behandelt wird. Für alle beweglichen Teile wie Scharniere empfiehlt Herrmann die Behandlung mit einem Multiöl.

Verschmutzte oder feuchte Soft-Tops sollten nie im Verdeckkasten zusammengefaltet werden. Es drohen Schimmel, Stockflecken, Scheuerstellen. Vogelkot, Insekten-Friedhöfe und Baumharz schnellstmöglich mit einem feuchten Schwammeinweichen und entfernen. Die aggressiven Stoffe dringen schnell und tief ins Textil und hinterlassen hässliche Flecken. Eine Fahrt durch die einfache Autowäsche bringt ein gleichmäßiges Reinigungsergebnis. Auf die Kunststoffscheiben im Verdeckkasten ein Handtuch legen. So vermeidet man Kratzer. Wenn möglich, das Cabrio nicht in der prallen Sonne parken. Jede Verwitterung lässt das Dach schneller altern. msw/Kfz-Gewerbe

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