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Ausbildung und Beruf September 2020 - Speyer

Raus aus der beruflichen Sackgasse

Einen Branchenwechsel in der Bewerbung gut verkaufen

Raus aus der beruflichen Sackgasse

Branchenwechsler sollten in ihrer Bewerbung erklären, was sie an dem neuen Einsatzfeld reizt – nicht, was sie im alten Job gestört hat.

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Ein Branchenwechsel kann Beschäftigte aus einer beruflichen Sackgasse manövrieren. Der Start im neuen Feld gelingt aber nur, wenn Bewerber künftige Arbeitgeber auch überzeugen können.

Bewerber müssen dazu deutlich machen, dass der Wechsel keine Notlösung ist, weil sie in ihrer Branche gerade keine andere Stelle finden können, erklärt Ben Dehn vom Bewerbungsservice „Die Bewerbungsschreiber“. Hilfreich ist, wenn Bewerber zum Ausdruck bringen, warum sie in eine neue Branche möchten – nicht, warum sie aus der bisherigen weg wollen.

Es gelte die Ziele, die man mit dem Branchenwechsel erreichen möchte, klar zu benennen, so der Experte. Geht es darum, noch mal ganz neue Erfahrungen zu sammeln? Oder will man sich fachlich weiterentwickeln? Möglicherweise ist man auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Genauso können Bewerber erklären, dass sie verstärkt im internationalen Kontext arbeiten möchten.

Dehn empfiehlt außerdem, sich ein bis zwei Aspekte in der Wunschbranche zu suchen, mit denen man sich identifizieren kann. Da kommen zum Beispiel die Unternehmensphilosophie oder -geschichte infrage, aber auch die Betriebskultur oder die Zusammensetzung eines Teams. Das unterstreicht die Motivation für eine Bewerbung zusätzlich. Entscheidend ist es dem Experten zufolge auch, sich „als branchenfremder Bewerber nicht zu klein zu machen.“ Vielmehr komme es darauf an, die eigenen fachlichen und persönlichen Qualifikationen zu finden, die bereits für die aktuelle Branche relevant sind. Dann müssen Bewerber erklären, wie und warum sie diese Skills in der neuen Position ebenfalls einbringen können.

Dehn erklärt das mit einem Beispiel: Plant ein Hotelmitarbeiter in den Vertrieb zu wechseln, kann er etwa seine Fähigkeiten im täglichen Umgang mit Gästen und Dienstleistern herausstellen. Diese sind auch für die Vertriebsarbeit relevant. So lasse sich sogar bislang fehlende Branchenerfahrung ausgleichen. Grundsätzlich gilt: Ein Branchenwechsel kann ein guter Weg sein, sich beruflich weiterzuentwickeln. Beschäftigte können so viel Neues lernen und mehr über die eigenen Stärken herausfinden. Das und der damit verbundene Perspektivwechsel bringen am Ende vielleicht sogar einen ganz neuen Motivationsschub für das Berufsleben. dpa

Am Arbeitsplatz spielend etwas Neues lernen

Mit dem Gamification-Ansatz schaffen Mitarbeiter die richtige Infrastruktur

Ganz nebenbei etwas Neues zu lernen, geht spielend am besten: Klingt verlockend? Damit das klappt, müssen die Rahmenbedingungen stimmen.

Nur wenige bringen regelmäßig die Motivation auf, etwas Neues zu lernen. Leichter fällt das Lernen, wenn es quasi nebenbei im Spiel erfolgt. Wichtig ist aber, dass die Lerninfrastruktur stimmt, erklärt Roman Rackwitz, Experte für Gamification, einer Disziplin, die spieltypische Elemente etwa in die Arbeitswelt integriert. Rackwitz empfiehlt zum Beispiel, auf persönlichen Fortschritt anstatt auf Wettkampf zu setzen. Um spielerisches Lernen am Arbeitsplatz zu fördern, müssten Aktivitäten so gestaltet werden, dass die Lernenden selbst merken, wie sie nach und nach besser werden. Das macht das Lernen an sich attraktiv.

Wer dagegen nur um des Wettbewerbs willen lernt, für den bleibt die Tätigkeit an sich womöglich immer noch unattraktiv. Daneben ist es dem Gamification-Experten zufolge gut, immer wieder verschiedene Spielmechanismen zu nutzen. Vielleicht bevorzugen Beschäftigte an einem Tag eher strategische Herausforderungen, dann wieder Lernvideos oder ein Quiz. Sobald es eintönig wird, stellt sich schnell Unlust ein. Die Lerninfrastruktur sollte idealerweise die verschiedenen Stimmungen des Menschen berücksichtigen. dpa