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Ausbildung und Beruf - Landau

Jogginghose oder Bluse

Kleidung kann Produktivität im Job beeinflussen

Jogginghose oder Bluse

Was anziehen im Homeoffice? Wie wir uns kleiden, kann einen Effekt auf unsere Leistungsfähigkeit im Job haben. FOTO: CHRISTIN KLOSE/DPA

Daheim in der Jogginghose arbeiten – hat das einen Effekt auf die Leistung? Sind wir in einer Bluse produktiver? Fest steht: Kleidung hat nicht nur Einfluss auf uns selbst, sondern auch auf andere.

Kleidung kann Produktivität im Job beeinflussen

Die Corona-Krise hat viele Menschen an den heimischen Schreibtisch geführt. Da liegt es nahe, sich legerer zu kleiden als im Büro. Schließlich sieht einen ja keiner. Und für die Videokonferenz werfen wir schnell eine hübsche Strickjacke über, lassen die Wohlfühlhose aber an.

Wie beeinflusst ein solches Verhalten unsere Selbstwahrnehmung und unsere Produktivität? Arbeitet es sich im Business-Hemd wirklich besser? Mehrere Studien sagen: ja.

Wer zum Beispiel hochkonzentriert bleiben muss, schafft das leichter in einem weißen Laborkittel, der mit einem Arzt assoziiert wird. Das fand ein Team von Psychologen in den USA im Jahr 2012 in einem Experiment heraus.

Kleidung gehört zum Ritual

Im Homeoffice wird man sich nun zwar wohl kaum einen Arztkittel überwerfen. Coach Petra Lienhop aber meint: „Der Arbeitstag beginnt vor dem Kleiderschrank.“ Entsprechende Kleidung steigere Selbstwert und Selbstbewusstsein und lasse einen produktiver arbeiten. Allerdings muss das nicht für jeden gelten. Der Effekt sei auch davon abhängig, was man selbst mit der Kleidung verbinde, erklärt Carolin Pfau, Mitglied des Deutschen Coaching Verbands: „Wenn ich es gewohnt bin, mir zur Arbeit einen Kleidung kann Produktivität im Job beeinflussen Anzug oder Blazer anzuziehen, dann habe ich all die Jahre mit dieser Kleidung Arbeiten in Verbindung gebracht.“ Es könne damit Teil eines eingewöhnten Verhaltens sein, was dadurch höhere Produktivität zur Folge haben könne.

Wer sich vernünftig anziehe und an den heimischen Schreibtisch gehe, trete innerlich in einen anderen Modus ein – eben die Berufsrolle, erläutert der Psychotherapeut Andreas Pichler. „Wobei es bestimmt Menschen gibt, die das im Schlafanzug hinbekommen.“ Gerade an Tagen, an denen man sich nicht gut fühlt, sollte man Kleidung wählen, die einem Selbstbewusstsein gibt. Dann könne es sein, dass sich die innere Stimmung ändere, meinen die Experten. dpa