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Ausbildung und Beruf - Kaiserslautern

Mit Rückenwind in die Zukunft

Beste Berufsaussichten für Fachkräfte in der Wachstumsbranche Windenergie

Mit Rückenwind in die Zukunft

Bei der Energie- und Klimawende spielt die Windkraft eine entscheidende Rolle. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Fachkräften. FOTO: PATRICK PLEUL/DPA

Fachkräfte der Windenergie sind stark nachgefragt. Ausbildungsmodelle werden zunehmend weiterentwickelt, um dem Bedarf gerecht zu werden. Wer sich in diesem Bereich spezialisiert, hat beste Berufsaussichten in einem zukunftsträchtigen Sektor.

Beste Berufsaussichten für Fachkräfte in der Wachstumsbranche Windenergie

Windenergie gehört zum Spektrum Erneuerbarer Energien. Statistische Erhebungen belegen, dass im Jahr 2021 durch die Nutzung von Windenergie an Land und auf See rund 20 Prozent des gesamten Bruttostroms in Deutschland erzeugt wurde. Der Ausbau der Windenergienutzung ist ein wichtiger Beitrag für eine wirtschaftlich tragfähige und klimaverträgliche Energieversorgung. 

Nach einer Erstausbildung durch Studium oder (betriebliche) Ausbildung lassen sich Weiterbildungen in den Bereichen Onshore (Windenergiegewinnung auf dem Land) und Offshore (Windenergiegewinnung auf See) anschließen.

Welche Berufe gibt es überhaupt im Bereich Windenergie?

Die Ausbildung von Fachkräften erfolgt insbesondere im Bereich der Entwicklung und Produktion von Windenergieanlagen, in der Projektierung und Errichtung bis hin zum Betrieb von Windparks sowie im Sektor Service- und Reparaturdienstleistungen. Ein Projektleiter Windparkplanung und ein Fachinformatiker Betriebsführung Wind arbeiten hier unter anderem Hand in Hand mit Servicetechnikern und dem technischen Betriebsführer, während der kaufmännische Betriebsführer für das finanz- und betriebswirtschaftliche Management verantwortlich ist.

Sogenannte Flächenaquisiteure, also Mitarbeiter in der Flächensicherung für Windenergieprojekte, klären dagegen erst einmal die Voraussetzungen für die Errichtung einer neuen Windkraftanlage. (Weitere Informationen zu Berufsfeldern: www.windpersonal.de/berufe-in-der-windenergie.

Welche Ausbildungswege sind möglich?

Es gibt noch keine standardisierte Erstausbildungen, die den neuen beruflichen Anforderungsprofilen der On- und Offshore-Windenergie genügen. Was bedeutet das?

Eine (betriebliche) Weiterbildung geht oft erst einmal über Erstberufe im Bereich Schweißer, Schlosser, Mechaniker, Mechatroniker, Elektroniker und Elektriker. Eine Spezialisierung und eine Qualifizierung als Fachkraft im Bereich Windenergie erfolgt anschließend durch Weiterbildungsmöglichkeiten in den schon genannten Bereichen der Anlagen- und Komponentenfertigung, der Errichtung sowie der Wartung.

Auch Studienprogramme gibt es überwiegend aufbauend, aber auch berufsbegleitend und international, da der Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieuren stetig wächst. Sie basieren in der Regel auf bereits abgeschlossenen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen in Maschinenbau, E-Technik, Mechatronik, Erneuerbaren Energien, Energietechnik, Umwelttechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Naturwissenschaften. Das erforderliche windenergiespezifische Wissen wird in Modulen oder inhaltlichen Schwerpunkten integriert. Absolventinnen und Absolventen dürfen sich dann etwa European Wind Energy Master oder Manager/in Windenergietechnik nennen. (www.windbranche.de/bildung/windenergie-studium; www.windbranche.de/bildung/wind-studiengaenge)

Wer sind die potenziellen Arbeitgeber?

Das sind lokale und globale Energieerzeuger, Ingenieurs- und Planungsbüros, die Windparks konzipieren oder energetische Gutachten ausstellen. Dasselbe gilt für Unternehmen, die technische Komponenten für Windkraftwerke herstellen, zum Beispiel Batteriespeicher und Windturbinen.

Wer lieber in der Forschung tätig sein will oder im öffentlichen Bereich, der findet seinen Platz an einer Hochschule oder in einer kommunalen Energieberatungsagentur. BARBARA FELDMANN

INFO

Beispiel: Weiterbildung im Bereich Windenergie

Die Ausbildung staatlich geprüfte Techniker/innen Fachrichtung Windenergietechnik läuft zwei Jahre (Vollzeit) an landesrechtlich geprüften Fachschulen mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Voraussetzungen für die Weiterbildung sind der Abschluss eines einschlägig anerkannten Ausbildungsberufs und Berufspraxis.

Windenergie-Techniker/innen planen, organisieren und kontrollieren die Montage, Demontage, Wartung und Reparatur von Windkraftanlagen beziehungsweise von Anlagenteilen und führen selbst Arbeiten an Windkraftanlagen aus. Weitere Infos zur Ausbildung und zu Fachschulen in Rheinland-Pfalz gibt es unter der Netzadresse: berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet.

Weiterführende Informationen

- Informationsportal Erneuerbare Energien des Umweltbundesamtes: www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/windenergie-an-land#flaeche

- Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.html

- Branchenportal rund um die Windenergie: www.windbranche.de/bildung/windenergie-berufe

- Weiterbildungen: www.bfw.de/berufsbild/angebot/weiterbildungen-windenergie; www.deutsche-windtechnik.com/ausbildung; https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces; www.windbranche.de/bildung/windenergie-studium