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Kartoffeln lieben Kalium

2025 war ein Rekorderntejahr bei den deutschen Erdäpfeln

Kartoffeln lieben Kalium

Für eine hervorragende Kartoffelernte braucht der Landwirt mehr als nur das passende Wetter. FOTO: DJD/VKS/GETTY IMAGES/ANDRII YALANSKYI/GRATIS

„Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln“ – über dieses Sprichwort kann Tobias Behrenkamp nur müde lächeln. „Wenn das alles so einfach wäre, wäre es schön. Aber um qualitativ hochwertige Kartoffeln anzubauen, braucht es schon ein bisschen mehr“, erklärt Behrenkamp und lacht.

Rekordernte bei den Kartoffeln

Der 38-Jährige führt zusammen mit seinem älteren Bruder Phillip einen landwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Osnabrück. Kartoffeln hat die Familie schon immer angebaut und deshalb das entsprechende Know-how bei dieser Feldfrucht. „Im letzten Jahr hatten wir eine Rekordernte“, so Tobias Behrenkamp, „eine vergleichbare Menge, ich hab„ das in unseren Büchern nachgesehen, hat mein Vater zuletzt vor 25 Jahren geerntet.“ Tatsächlich lag der Ernteertrag bundesweit rund 17 Prozent über dem mehrjährigen Durchschnitt. In Zahlen: Etwa 13,4 Mio Tonnen Kartoffeln haben die deutschen Bauern 2025 eingefahren. Deutschland ist innerhalb der EU mit Abstand der größte Anbauer, der bundesdeutsche Pro-Kopf-Verbrauch lag zuletzt bei rund 63,5 kg Kartoffeln. Das berichtet der Verband der Kali- und Salzindustrie (VKS). 

„Um vernünftige Erträge zu ernten, kommt es natürlich zum einen auf die richtige Witterung innerhalb des Anbaujahres an“, sagt Behrenkamp, „aber das ist eben nicht alles. Mein Bruder und ich setzten auch auf den gezielten Einsatz von Mineraldünger.“ Die Kartoffel gilt als eine Feldfrucht mit einem hohen Nährstoffbedarf. Deshalb gehören Bodenproben bei den Behrenkamps zum Anbaualltag. Gerade Kalium spielt im Kartoffelanbau eine besondere Rolle, denn dieser Nährstoff ist nicht nur wesentlich an der Speicherung von Stärke in der Knolle verantwortlich, er regelt auch den Wasserhaushalt der Pflanze. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.vks-kalisalz.de. Eine ausreichende Versorgung mit Kalium machte die Kartoffel resistenter gegenüber Trockenheit. „Machen wir uns nichts vor: Mit plötzlichen Hitzeperioden muss man auch bei uns in der Region rechnen. Das Wetter ist in den letzten Jahren extremer geworden“, so der Landwirt. Bessere Resistenz gegen Trockenheit ist aber nur ein Vorteil. Mangelt es der Kartoffel an Kalium, wirkt sich das auf die Schalenfestigkeit aus, und die Knollen werden empfindlicher gegenüber Beschädigungen. Durch den Mineraldünger kann die Pflanze optimal mit den nötigen Nährstoffen versorgt werden. djd