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Finanziell flexibel im Alter

Gespräch mit Immobilien- und Finanzierungsexperte Marco Bussi über den Seniorenkredit

Finanziell flexibel im Alter

Beratung auf Augenhöhe: Marco Bussi informiert Immobilieneigentümer über Möglichkeiten, im Alter Immobilienvermögen zu nutzen. FOTO: BUSSI/GRATIS

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Marco Bussi als selbstständiger Immobilienmakler und Finanzierungsexperte tätig. Als Bankbetriebswirt und Immobilienmakler (IHK) hat er sich insbesondere auf Seniorenimmobilien als Kapitalanlage und Finanzierungslösungen für die Generation 60 plus spezialisiert.

Herr Bussi, warum ist der Seniorenkredit für ältere Immobilieneigentümer interessant?

Marco Bussi: Viele Menschen haben über Jahrzehnte ein erhebliches Vermögen aufgebaut – vor allem in ihrer eigenen Immobilie. Gleichzeitig ist dasmonatlich verfügbare Einkommen im Ruhestand oft deutlich geringer. Die Immobilie ist zwar wertvoll, das darin gebundene Kapital steht aber nicht zur Verfügung. Ein Seniorenkredit kann eine interessante Möglichkeit sein, einen Teil dieses Vermögens zu nutzen, ohne das eigene Zuhause verkaufen zu müssen. 

Was unterscheidet den Seniorenkredit vom häufig diskutierten Teilverkauf?

Bussi: Das ist ein ganz entscheidender Punkt: Beim Seniorenkredit bleibt der Eigentümer vollständig Eigentümer seiner Immobilie. Es wird dabei kein Teil des Hauses oder der Wohnung an ein Unternehmen verkauft. Beim Teilverkauf gibt der Eigentümer dagegen einen prozentualen Anteil an seiner Immobilie ab und zahlt dafür anschließend ein Nutzungsentgelt.

Ein Seniorenkredit funktioniert grundsätzlich anders. Und: In der Regel ist eine solche Finanzierung deutlich günstiger als ein Teilverkaufsmodell.

Wofür kann das freigesetzte Kapital verwendet werden?

Bussi: Das ist äußerst flexibel. Ob Modernisierung, altersgerechter Umbau, Unterstützung der Kinder und Enkel oder einfach mehr finanzieller Spielraum im Ruhestand – der Eigentümer kann selbst entscheiden, wofür er das Geld verwendet. 

Welche Rolle spielt dabei die Tilgungsfreiheit?

Bussi: Eine sehr wichtige. Bei klassischen Krediten besteht die monatliche Rate aus Zins und Tilgung. Beim Seniorenkredit können je nach Finanzierungskonzept auch tilgungsfreie Varianten möglich sein. Dadurch entfällt die laufende Tilgung und die monatliche Rate kann erheblich niedriger ausfallen.

Gerade für Rentner ist das interessant, weil keine hohe monatliche Belastung gewünscht ist. Man kann also vorhandenes Immobilienvermögen nutzen und gleichzeitig die laufende finanzielle Belastung überschaubar halten. Ist ein Kredit im Rentenalter überhaupt noch möglich? Bussi: Selbstverständlich ist das möglich, gleichwohl knüpfen viele Banken hohe Anforderungen an die Tilgungshöhe. Mein Vorteil ist, dass ich aus ganz vielen Banken auswählen kann, was für den Kunden am besten passt. Entscheidend sind der Immobilienwert und die finanzielle Situation des Rentners. Natürlich muss eine solche Finanzierung immer individuell geprüft werden. 

Was ist Ihnen bei der Beratung besonders wichtig?

Bussi: Eine Immobilie ist für die meisten Menschen der größte Vermögenswert ihres Lebens. Deshalb sollte man genau überlegen, wie man dieses Vermögen im Alter nutzen möchte. Ich möchte meinen Kunden verschiedene Möglichkeiten aufzeigen und gemeinsam prüfen, welche Lösung zu ihrer persönlichen Situation passt. Die Kunden sollen am Ende verstehen, welche Möglichkeiten sie haben – und selbst eine fundierte Entscheidung treffen können. Am besten auch unter Einbindung der Familie. 

Welchen Rat haben Sie für Immobilieneigentümer der Altersklasse 60 plus?

Bussi: Informieren Sie sich rechtzeitig. Wer eine weitgehend schuldenfreie Immobilie besitzt, verfügt über einen erheblichen Vermögenswert. Man muss seine Immobilie nicht ganz oder teilweise verkaufen, um dieses Vermögen nutzen zu können. Ein gut strukturiertes Finanzierungskonzept kann hier eine interessante Alternative sein. red

Gewerbeverein fördert Orbea-Projekt

Mit einer Spende aus dem Kerwetreff, der alljährlich anlässlich des Straßenfestes in Oggersheim stattfindet, unterstützt der Gewerbeverein ein Projekt, das unmittelbar in der Gemeinde wirkt. Frank Mayer, als Vereinsvorsitzender betont die regionale Verantwortung des Vereins: „Als Oggersheimer Gewerbeverein ist es uns ein besonderes Anliegen, Projekte zu unterstützen, die direkt in unserer Nachbarschaft wirken. Mit dieser Spende möchten wir zeigen, dass Gewerbe und Naturschutz keine Gegensätze sein müssen. Denn wo Menschen Verantwortung übernehmen, entsteht etwas Gutes für alle. Die Arbeit der ORBEA ist ein Beispiel dafür, wie Ehrenamt und Engagement unsere Region lebenswerter machen, und wir freuen uns, diesen Einsatz unterstützen zu können.“


Für den Artenschutz

Anhand der Spende wird die ORBEA konkrete Maßnahmen zum Artenschutz in der Oggersheimer Gemarkung umsetzen. „Mit der Unterstützung werden wir gezielt neue Nistmöglichkeiten für heimische Vögel schaffen und diese auch nachhaltig betreuen. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt direkt vor unserer Haustür“, sagt Klaus Eisele, Leiter der ORBEA sowie Naturschutzbeauftragter der Stadt und des Rhein-Pfalz-Kreises. 

ORBEA setzt sich seit Jahren für den Schutz und die Entwicklung naturnaher Lebensräume in Ludwigshafen und Umgebung ein. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von Naturschutz und gewerblich genutzten Flächen sowie der Förderung der Artenvielfalt im urbanen Raum. cam