„Diese Reise war ein voller Erfolg“ berichten unisono der 1. Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Mutterstadt Martin Kielbasa und der Organisator Ewald Ledig (Alt-Bürgermeister). Obwohl manche Mitreisenden schon mehrfach in Naturns waren, gab es auch für sie immer wieder Neues zu entdecken.
Begünstigt durch das Wetter konnten die 46 Teilnehmer, darunter Bürgermeister Thorsten Leva und sein Vorgänger, Bürgermeister a. D. Hans-Dieter Schneider, vom 12. bis 16 Mai ein abwechslungsreiches und interessantes Programm absolvieren. Grund der Fahrt war das 15-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Mutterstadt und der Marktgemeinde Naturns in Südtirol/Italien.
Absolute Höhepunkte waren die Busrundfahrt mit der kompetenten örtlichen Reiseleiterin durch die Dolomiten sowie der Besuch des Klosters Marienberg in Mals. Im Rahmen des Tages der offenen Tür konnten sowohl die Krypta als auch die sonst nicht zugängliche Bibliothek mit ihren rund 130.000 Bänden besichtigt werden.
Beim offiziellen Empfang im Bürgerhaus-Rathaus gaben Bürgermeister Dr. Zeno Christanell und die Partnerschaftsbeauftragte Astrid Pichler einen Einblick in die Situation der rund 7.000 Einwohner zählenden Marktgemeinde Naturns. So verfüge der Ort über mehr als 100 aktive Vereine. Gefreut hat sich die Mutterstadter Gruppe über die Anwesenheit von Altbürgermeister Andreas Heidegger. Er ist Begründer der Städtepartnerschaft.
Fabelhafte Tour vom Geißbock bis zum Elwetrisch
Kunstrundfahrt der ArGE 60plus zu Bronzekunstwerken des 2025 verstorbenen Künstlers Gernot Rumpf
Die ArGe 60plus Mutterstadt hat kürzlich zu einer Kunstrundfahrt durch die Vorderpfalz eingeladen. Die Fahrtführte zu fünf fantasievoll gestalteten Bronzekunstwerken, die der im letzten Jahr verstorbene Bildhauer Gernot Rumpf in Form von Brunnen mit dem Element Wasser geschaffen hat. Marken- und Erkennungszeichen Rumpfs ist eine kleine Maus, die sich bei all seinen Objekten versteckt. 60plus-Sprecher Volker Schläfer begrüßte an der ersten Station an der Lutherkirche in Ludwigshafen die Teilnehmer und übergab an Klaus Metzner, der die Gruppe an den ausgewählten Skulpturen aus Bronze in das Schaffen des Pfälzer Künstlers einführte. Laut Metzner verbindet Rumpf in seinen sakralen Werken Glaube, Schöpfung und Lebensfreude zu einer Botschaft der Hoffnung, in seinen Stadt- und Dorfbrunnen erzählt er mit Humor von der örtlichen Geschichte und ist dabei Schöpfer einer unverwechselbaren Tier- und Fabelwelt.
Am erhaltenen Turm der zerstörten Lutherkirche lässt Rumpf eine offene und transparente Kirche entstehen; es entspringt ein Lebens-Wasser-Fluss zum Lutherbrunnen hin mit den Köpfen von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora. Der Deidesheimer Geißbockbrunnen erinnert an den historischen Brauch, dass Lambrecht einen „wohlgehörnten und wohlgebeutelten“ Geißbock als Weidepacht an Deidesheim zu liefern hat, während der Elwetritschebrunnen in Neustadt über Geburt, Leben und das Fangen der pfälzischen Fabeltiere berichtet.
Der Tabakbrunnen in Herxheim verbindet die örtliche Reitsporttraditionen mit der Erinnerung an nachbarschaftlicher Solidarität, der Saubrunnen in Bornheim setzt der „Wuz“ ein Denkmal und feiert sie als schlaue Lebenskünstlerin.
Im pfälzischen Storchendorf Bornheim konnte die Gruppe die Pflegestation für Störche anschauen. Passend zu dem Thema der Brunnen gab es von Klaus Metzner eine Vesper. Zum Abschluss erhielten die Teilnehmer eine kleine handwerkliche Imitation, den Elwetritsch „Rüdiger“. red