Am 24. Oktober steht ein oft übersehener Teil unserer Gesellschaft im Mittelpunkt: Zum zweiten Mal jährt sich der Tag der pflegenden Eltern. Initiiert vom Bundesverband wir pflegen e. V., macht der bundesweite Aktionstag auf die Lebensrealität von Familien aufmerksam, die Kinder mit Pflegebedarf zu Hause versorgen.
Mit dem symbolischen Zeichen von zwei gekreuzten Kinderpflastern und digitalen Kampagnen fordern Betroffene und Verbände an diesem Tag spürbare politische Reformen, eine bessere finanzielle Absicherung sowie den Ausbau dringend benötigter Entlastungsangebote.
2026 richtet der Tag der pflegenden Eltern den Blick auf eine zusätzliche Belastung, die den Alltag vieler Familien prägt: die Bürokratie. Neben Pflege, Betreuung und Begleitung müssen Eltern Anträge stellen, Nachweise beschaffen, Zuständigkeiten klären, Entscheidungen nachhalten und Widersprüche schreiben. Diese Arbeit kostet Zeit und Kraft – Ressourcen, die für Pflege, Familie und Erwerbsarbeit fehlen.
Mit dem Aktionstag fordert der Bundesverband wir pflegen e. V.: Unterstützung muss einfach, verlässlich, abgestimmt und tatsächlich nutzbar sein. Unser Positionspapier zeigt fünf konkrete Ansatzpunkte für den Bürokratieabbau: Leistungen aus einer Hand, die Anerkennung dauerhafter Bedarfe, verbindliche Fristen, ganzheitliche Beratung und tatsächlich verfügbare Angebote.
So kann man mitmachen
Wer seine Solidarität mit pflegenden Eltern zeigen möchte, trägt zwei überkreuzte Pflaster sichtbar an Kleidung, Tasche oder Rucksack. Wer möchte, kann das Pflastersymbol mit Schablone und Kreide auf der Straße sichtbar machen und ein Foto davon auf Social Media teilen.
„Der Tag der pflegenden Eltern wächst. 2026 wollen wir noch mehr Familien, Organisationen, Politik und Öffentlichkeit erreichen und den Aktionstag auch auf europäischer Ebene gemeinsam mit Eurocarers sichtbar machen. Wir freuen uns über alle, die am 24. Oktober mitmachen und dazu beitragen, dass die Arbeit pflegender Eltern gesehen und ihre Anliegen gehört werden.“, so der Bundesverband wir pflegen e. V. in einer Pressemeldung. Im Umfeld des Tages der pflegenden Eltern findet am Donnerstag, 29. Oktober im Foyer des Westpfalz-Klinikums ein Basar des Strickclubs Kaiserslautern zugunsten der Kinderstation statt.
Mützen, Schals, Socken, Kuscheltiere, Accessoires und vieles mehr wurden liebevoll in hochwertiger Handarbeit von den Mitgliedern des Strickclubs angefertigt. Wer sich mit trendigen Stücken für die kalte Jahreszeit ausrüsten möchte und gleichzeitig erkrankten Kindern etwas Gutes tun möchte, ist hier genau richtig. denn der Erlös wird der Kinderstation in Form von Sachspenden zufließen. „Wir kaufen Stifte, Malbücher, Spielzeug und alles, was beispielsweise zur Beschäftigung der kleinen Patienten benötigt wird“, berichtet Anne Kaufmann über das Engagement, das den rührigen Strickclub seit Jahren mit der Kinderstation verbindet und immer wieder Kinderaugen zum Strahlen bringt. „Natürlich freuen wir uns auch immer über neue Mitstreiter. Wer Spaß am Handarbeiten hat und sich gerne für gute Zwecke engagieren möchte, darf uns jederzeit ansprechen“, so Kaufmann. red