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LEBEN (wie) DAHEIM

Gut versorgt mit Vertrautheit und Nähe

Liebevolle Pflege im Alter und ein Leben in vertrauter Umgebung sind möglich

Gut versorgt mit Vertrautheit und Nähe

Eine feste Bezugsperson ermöglicht eine liebevolle, individuell abgestimmte Begleitung. FOTO: SOZIALSTATION RHEIN-OST/GRATIS

Im Alter in seiner gewohnten und vertrauten Umgebung leben zu können, wünschen sich die meisten. Das Ziel der Ökumenischen Sozialstation Rhein-Pfalz-Ost ist es, die Menschen so lange wie möglich zu Hause zu versorgen und sie vertrauensvoll zu begleiten. Dazu gehört auch der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Südlicher Rhein-Pfalz-Kreis – die beiden Einrichtungen arbeiten Hand in Hand zum Wohle ihrer Kunden und Patienten. Das Einzugsgebiet umfasst die Verbandsgemeinden Rheinauen und Römerberg-Dudenhofen sowie die Gemeinden Limburgerhof, Mutterstadt und Schifferstadt. 

Die Leistungen beider Träger sind breitgefächert und werden individuell abgestimmt. Im Mittelpunkt steht der Mensch, der Hilfe benötigt, sowie seine Angehörigen, berichten Einrichtungsleiterinnen Deborah Cerato von der Sozialstation und Barbara Haas vom Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst. Den ersten Kontakt haben die Menschen mit der Sozialstation, wenn sie durch Alter, Krankheit oder Schicksalsschläge Unterstützung brauchen. Im Beratungsgespräch werden die Leistungen individuell an die Situation angepasst, auch wenn sich der Hilfebedarf ändert, erläutert Deborah Cerato. Zu Beginn leistet der Pflegedienst meist Unterstützung im Alltag – das kann Einkauf, Begleitung beim Spaziergang oder Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung sein. Die Pflegefachkraft richtet zum Beispiel Medikamente, versorgt Wunden, übernimmt das Anziehen der Kompressionsstrümpfe und unterstützt bei der Körperpflege. 

Der Hilfebedarf kann sich mit dem zunehmenden Alter ändern – dann werden die Leistungen entsprechend den Bedürfnissen angepasst. Dabei werde berücksichtigt, dass der Kunde stets von der gleichen Pflegefachkraft versorgt wird: „Er hat dadurch eine Bezugspflege und somit eine feste Bezugsperson.“ 

Oftmals werden die Menschen über mehrere Jahre hinweg begleitet und spüren, dass sie gut aufgehoben sind: „Zwischen den Mitarbeitenden und dem Patienten entsteht eine Vertrautheit und Nähe“, berichten Deborah Cerato und ihre Kollegin Barbara Haas vom Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst. Ihnen ist es wichtig, die Menschen nach ihren Bedürfnissen zu versorgen. So hatten sie in einem Fall einen Patienten, der nach einigen Krankenhausaufenthalten und Operationen geschwächt war. Dem Pfleger war eine schleichende Verschlechterung aufgefallen. Bei einer ärztlichen Untersuchung wurde eine Tumorerkrankung festgestellt. Hier wurde der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst hinzugerufen. Aktuell erhält dieser Patient zusammen mit seiner Ehefrau nicht nur pflegerische Hilfe durch die Sozialstation, sondern auch Begleitung und Beratung durch eine Hospizfachkraft sowie Unterstützung durch eine ehrenamtliche Hospizbegleiterin, die bei ihm bleibt, wenn die Ehefrau einen Arzttermin hat. 

Im ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst arbeiten vier Hospizfachkräfte mit der Qualifikation in Palliativ Care und 47 ehrenamtliche Hospiz- und Trauerbegleiter/innen. Sie haben Erfahrung im Umgang mit den Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Sterbeprozess auftreten können, berichtet Hospizfachkraft Barbara Haas. Die Angehörigen ebenfalls im Blick zu haben, sei wichtig, denn auch sie brauchen Beratung und Unterstützung. „Wir bieten ein Netzwerk, das äußerst wertvoll ist, dank des Austausches unserer Mitarbeiter untereinander“, betonen Deborah Cerato und Barbara Haas. 

Beide Einrichtungen haben zudem eine Reihe von Angeboten und Gruppen für Interessierte. So gibt es das „Café-Vergiss mein nicht“ für demenziell erkrankte Menschen und wer im Alter Kontakte pflegen und Gemeinschaft erleben möchte, kann den Jahnstraßentreff besuchen. 

Der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst bietet für Trauernde das Trauercafé, eine Trauerwanderung und eine Trauergruppe an. Weitere Infos erhalten Interessierte unter 06236/61543 bei der Ökumenischen Sozialstation am Standort Limburgerhof und unter 06235/959350 bei der Ökumenischen Sozialstation am Standort Schifferstadt und beim Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst unter 06235 457823. mmö