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Bauen & Wohnen

Fliesentrends zwischen Minimalismus und dekorativer Pracht

Worauf es bei Auswahl, Wirkung und Verlegung ankommt

Fliesentrends zwischen Minimalismus und dekorativer Pracht

Fliesenriemchen im sogenannten Brick-Design bringen den lebendigen Charme von Ziegelwänden in moderne Wohnräume. FOTO: DJD/DEUTSCHE-FLIESE.DE/STRÖHER LIVING/GRATIS

Die Ansprüche an die Gestaltung der eigenen vier Wände werden immer individueller. So spiegeln die Fliesentrends 2026 die komplette Bandbreite des modernen Wohndesigns wider: von puristisch-minimalistisch über entspannten Naturlook bis hin zu ausdrucksstarken Retro-Dekoren. Wer heute baut oder renoviert,findet Fliesen in einer vielfältigen Auswahl an Farben, Formaten und Oberflächen. Neben gestalterischen Fragen spielen auch Funktionalität und Langlebigkeit eine wichtige Rolle. Wer Optik und Nutzungskomfort verbinden möchte, findet eine richtige Fliesenantwort für alle Wohnbereiche.  

Zwischen Klarheit und Charakter

XL-Fliesen mit minimalistischer Anmutung bleiben Lieblingsmaterial für moderne, klare Wohnkonzepte. Sie haben einen geringen Fugenanteil und erzeugen mit dezenten Farben und matten Oberflächen eine ruhige, großzügige Wirkung im Raum. Sogenannte Megaformate mit Abmessungen von 1,20 m x 2,60 m bekleiden teils komplette Wandflächen im Bad und schaffen eine nahezu fugenlose optische Weite. 

Retro-Dekore setzen individuelle Dekor- und Farbakzente – ob ornamentale Dekorfliesen im Look von Zementfliesen oder angesagte farbenfrohe Riemchen im Brick-Design. Lieblingsoptiken bleiben ebenfalls zeitlos-schöne Natursteindekore, die seit jeher für repräsentatives Wohnen stehen: von groben Steinstrukturen über Travertin- oder Marmoranmutungen bis hin zu Terrazzo-Looks in Feinsteinzeugqualität. Gefragt bleiben auch täuschend echte Holzdekore, die die warme Ausstrahlung von Holz ins Zuhause bringen, aber pflegeleichter, widerstandsfähiger und energieeffizienter sind als Belag auf der Fußbodenheizung. 

Bei aller Gestaltungsfreiheit sollten Bauherren und Renovierer bei der Fliesenwahl auch praktische Aspekte im Blick behalten, empfiehlt Jens Fellhauer vom Bundesverband Keramische Fliesen e.V.: „Vor dem Fliesenkauf sollten sich Bauherren und Sanierer im Fachhandel beraten lassen. 

Denn nicht nur der persönliche Geschmack zählt, sondern auch, welcher Einsatzbereich geplant ist. Davon hängt letztlich ab, welche Rutschhemmung nötig ist oder wie stark Beanspruchung und Pflegeaufwand ausfallen.“ 

Ebenso wichtig für ein langfristig überzeugendes Ergebnis ist die fachgerechte Verlegung. Gerade bei Groß- und Megaformaten oder anspruchsvollen Mustern sind Erfahrung und die professionelle Vorbereitung des Untergrunds ebenso wichtig wie Dehnungsfugen, Verlegepräzision und das richtige Werkzeug. Unter www.deutsche-fliese.de finden sich Inspirationen und Anregungen rund um die Fliese sowie eine bundesweite Suche für den Fliesenfachhandel und Fachverlegebetriebe. djd


Energie vom eigenen Dach

So groß sind die Ertragspotenziale von Photovoltaik auf dem Eigenheim

Ein zentraler Hebel zu mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung liegt im eigenen Zuhause – genauer gesagt auf dem Dach: Photovoltaik-Anlagen (PV) ermöglichen es, Strom selbst zu erzeugen und damit nicht nur Energiekosten zu senken, sondern auch unabhängiger von Energieimporten zu werden. 

Mit Wärmepumpe und E-Auto gewinnt Photovoltaik im Zuge der Elektrifizierung von Heizung und Mobilität zudem weiter an Bedeutung. Die Potenziale sind beachtlich: Eine durchschnittliche private PV-Anlage konnte laut einer E.ON Analyse im Jahr 2025 fast 10.400 Kilowattstunden (kWh) Strom gewinnen – das reicht annähernd, um den Jahresbedarf einer dreiköpfigen Familie in einem neueren Einfamilienhaus inklusive Wärmepumpe und E-Auto zu decken. Sonniger Spitzenreiter war 2025 das Saarland mit einem Energieertrag von fast 11.000 kWh Strom pro durchschnittlicher Einfamilienhaus-Solaranlage. Wer sich für die solare Energiegewinnung interessiert, sollte gut planen. Denn entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist heute nicht mehr die größtmögliche PV-Anlage, sondern eine, die auf den eigenen Verbrauch zugeschnitten ist. Tipp:

 Dabei auch an einen zukünftig steigenden Verbrauch durch E-Auto oder Klimatisierung fürs Zuhause denken. Der Großteil der Photovoltaik-Kunden entscheidet sich heute bereits für eine Anlage mit Solarspeicher, um eine hohe Eigennutzung zu erzielen: Mit Speicher lässt sich der Solarstrom auch dann noch im Haushalt verwenden, wenn die Sonne nicht scheint. Filip Thon, CEO von E.ON Deutschland, sagt dazu: „Immer mehr Solar-Haushalte verfügen über Batteriespeicher, E-Auto oder Wärmepumpe. Diese Geräte sollten die Menschen smart steuern. Das ist nicht nur gut für das gesamte Energiesystem, die Haushalte profitieren dadurch auch finanziell.“ Doch welcher Stromtarif passt dazu? Risikoaffine Menschen können sich für dynamische Tarife entscheiden. Diese sind direkt an die Strombörsenpreise gekoppelt und ändern sich viertelstündlich. Eine Alternative für Sicherheitsbewusste sind Festpreistarife mit einem Flexibilitätsbonus, die einige Energieversorger wie E.ON anbieten. Dabei wird der Stromverbrauch von Batterie, Elektroauto und Wärmepumpe durch ein smartes, hauseigenes Energiemanagementsystem optimiert, indem automatisch zu nachfragearmen Zeiten, etwa in der Nacht, Strom aus dem Netz geladen wird. „Solche Lösungen sind eine wichtige Alternative zu dynamischen Tarifen. Sie schaffen Flexibilität fürs Energiesystem und bringen damit die Energiewende einen großen Schritt voran – ohne das Risiko viertelstündlich schwankender Preise für die Haushalte“, sagt Filip Thon. djd