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Zweibrücker Herbst

„Diese Phase war schwierig“

Jugendzentrum in der Maxstraße für viele Jugendliche eine Anlaufstelle

Gibt es im Juz: Tischkicker. FOTO: SPASKOV/STOCK.ADOBE.COM

19.10.2020

Persönliche Treffen sind auch für Kinder und Jugendliche nach wie vor wichtig. Das sagt Diplom-Pädagogin Nicole Buchholz, die bei der Stadt Zweibrücken für die offene Jugendarbeit zuständig ist. Die Erfahrung teilen ihre Kollegen, die an allen Werktagen im Jugendzentrum der Stadt vor Ort sind.

„Wir haben in unserem Jugendzentrum in der Maxstraße 18 einen offenen Betrieb“, erklärt Nicole Buchholz. Das bedeutet, dass jeder vorbeikommen und solange bleiben kann, wie er möchte. Vornehmlich richtet sich der Treff an Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren. Wie andernorts sind meist mehr Jungen als Mädchen da. Woran das liegt, das vermag die Diplom-Pädagogin nicht zu sagen. „Sicher, die Billard- oder Kickertische hier sprechen eher Jungs an“, meint sie, ohne sich festlegen zu wollen.

Vor Corona war die Besucherzahl nicht begrenzt. In der Regel seien 30 Jugendliche da gewesen. Buchholz spricht von „Stammbesuchern“. Das habe sich jetzt fast nicht geändert. Denn das Haus ist sehr geräumig und verfügt über einen großen Hof.

Viele der jungen Leute nutzen das Jugendzentrum (Juz) einfach als Treff. Sie kommen mit ihrer Clique, reden und spielen miteinander. Zur Auswahl stehen etwa Gesellschafts-, Brett- und Kartenspiele, Tischtennis und Basketball sowie einige Playstations. Vor der Corona-Pandemie wurden zusätzlich AGs angeboten, wie Klettern oder Graffiti. Auch eine Mädchen-AG wurde ins Leben gerufen.

Was die AGs betrifft, so haben Nicole Buchholz und ihre Kollegen beobachtet, dass die Jugendlichen sich ungern festlegen. Sich anmelden zu müssen, sei nicht ihr Ding. „Sie kommen lieber spontan vorbei.“ Bei Ausflügen oder Aktionen, die auch zum aktuellen Herbst-Ferienprogramm gehören, sieht es anders aus. „Vielleicht hängt es damit zusammen, dass diese Angebote nicht kostenlos sind“, mutmaßt die Pädagogin. Die Ferienprogramme richten sich zum einen an die Gruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen, zum anderen an die der Zwölf- bis 18-Jährigen. Die meisten Aktionen seien schnell ausgebucht.

Während des allgemeinen Lockdowns war auch das Juz geschlossen. Dass diese Phase für die Jugendlichen schwierig war, verhehlt Buchholz nicht. Die Jugendpfleger hielten mit ihnen über die sozialen Medien Kontakt oder versuchten sie an typischen Orten in der Stadt zu treffen. Immer wieder sei die Frage aufgetaucht, wann denn das Juz wieder öffne. Erst nach den Sommerferien war es soweit –mit den entsprechenden Hygieneauflagen. „Das funktioniert aber gut“, betont Buchholz.

Außerdem Juz gebe es für Jugendliche in Zweibrücken wenig Möglichkeiten, sich zu treffen. Da seien noch das Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Evangelischen Kirche und natürlich der „Exe“-Platz.

Die Stadt beschäftigt laut Buchholz vier Jugendpfleger, davon zwei im Juz; dort außerdem eine Honorarkraft. „Wir sind hier in Zweibrücken in der Jugendarbeit wirklich gut aufgestellt“, lobt sie. giw

INFO

Geöffnet ist das Juz in der Maxstraße 18 in Zweibrücken montags von 14.30 bis 17 Uhr, dienstags bis donnerstags von 14.30 bis 20 Uhr und freitags von 14.30 bis 21 Uhr; in den Ferien täglich von 13 bis 18 Uhr.

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