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Dudenhofen und Römerberg - Ostern

Der Natur verbunden

Imkerverein Speyer erlebt seit fünf Jahren starken Mitgliederzuwachs

Der Natur verbunden

Die Imkerei erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit. Der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) zählte im vergangenen Jahr rund 120.000 Mitglieder, damit steigt die Anzahl bereits im elften Jahr in Folge. Auch in Speyer und Umgebung entdecken immer mehr Menschen dieses Hobby für sich.

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Erfreut sich auch im Raum Speyer wachsender Beliebtheit: die Imkerei. FOTO: PATRICK PLEUL/FREI

Wir haben inzwischen über 110 Mitglieder, mit einem starken Zuwachs besonders in den letzten fünf Jahren. Praktisch alle sind reine Freizeitimker, das ist typisch für unsere Region. Wir gehören damit zu den vier größten Imkervereinen im Imkerverband Rheinland Pfalz – von insgesamt 43 Vereinen im Verbandsgebiet ,Südlich Rheinland-Pfalz‘“, berichtet der Vorsitzende des Imkervereins Speyer, Harald Hoffmann.

Der Verein existiert seit 1863 und feierte 2013 sein 150-jähriges Bestehen. Der fachliche Austausch zu Bienenhaltung sowie -zucht und zur Honigerzeugung biete den Mitgliedern eine rege Plattform.Daher treffen sich die engagierten Naturschützer regelmäßig und laden auch immer wieder Referenten für interessante Fachvorträge ein. „Die Imkerei ist ein sehr interessantes, naturverbundenes Hobby. Nicht zuletzt haben wir als Imker eine Verantwortung und Fürsorge für den Umweltschutz und andere Disziplinen wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Obst und Gemüsebau. Rund 85 Prozent der Blütenpflanzen im Pflanzen- und Obstbau in Deutschland hängen von der Bestäubung durch die Honigbiene ab“, erklärt Hoffmann. Vor allem die Berichte über die Bedrohung der Bienen würden immer mehr Menschen dazu ermuntern, etwas für die Insekten zu tun. Zu den bedrohten Arten gehörten hauptsäch- lich die Wildbienen, die „wilden Schwestern“ der Honigbienen wie Mauer- und Sandbienen sowie Hummeln.

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„Als Imker haben wir eine Verantwortung und Fürsorge für den Umweltschutz“, sagt Harald Hoffmann, Vorsitzender des Imkervereins Speyer. FOTO: FREI

„Wer Imker werden will, sollte Freude daran haben, draußen zu arbeiten, eine gute Beobachtungsgabe und viel Geduldmitbringen. Auch Interesse an Zusammenhängen in der Natur und an der Beschäftigung mit der besonderen Lebensform der Bienen im Bienenstaat sind wichtig“, sagt Hoffmann. Und natürlich sollten wenig oder keine Berührungsängste sowie Respekt gegenüber kleinen Lebewesen vorhanden sein. Dagegen sollte ein zukünftiger Imker keine übergroße Angst vor Stichen haben, die eh sehr selten vorkämen.

Wer aktuell eine „Karriere“ als Hobby-Imker rund um Speyer anstrebt,muss sich in Geduld üben. Der Einsteigerkurs für 2019 ist ausgebucht, der nächste findet 2020 statt. Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist es, in der Öffentlichkeit die Bedeutung der Honigbiene für Natur und Landwirtschaft darzustellen und die Faszination für das beeindruckende Zusammenleben eines Bienenvolkes zu vermitteln. „Dazu sind unsere Mitglieder bei vielen Veranstaltungen im Einsatz und geben, ausgestattet mit Anschauungs- und Informationsmaterial, spannende und informative Auskunft.“

Auf Anfrage können erfahrene Imker interessierten Gruppen am Lehrbienenstand im Dudenhofener Wald Einblick in die Welt der Imkerei geben“, verrät der Vorsitzende. swen

GUT ZU WISSEN

Ausbildung Berufsimker

Neben der Tätigkeit als Hobbyimker gibt es auch die Möglichkeit, sich zum Berufsimker ausbilden zu lassen. Die Berufsbezeichnung lautet offiziell „Tierwirt, Fachrichtung Imkerei“. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Davon wird das erste Jahr als Berufsgrundschuljahr im agrarischen Bereich absolviert. Die beiden folgenden Jahre werden im Ausbildungsbetrieb abgeleistet. Wer will, kann sich danach zum Meister ausbilden lassen. Info: www.berufsimker.net swen