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LEO Saison

In einer Idylle den Sandhasen auf der Spur

Rundweg: Abwechslungsreiche Tour mit einer Kultur- und Weinbotschafterin bei Weisenheim am Sand

In einer Idylle den Sandhasen auf der Spur

Unterhaltsame Heimatkunde: Andrea Honacker auf einer ihrer Touren mit Gästen. Foto: Honacker/fre

Eine kurze Wanderung, verbunden mit kleinen kulinarischen Kostproben – LEO-Autorin Barbara Feldmann hat Kultur- und Weinbotschafterin Andrea Honacker auf einer Tour bei Weisenheim am Sand begleitet. Auf den Spuren von Sandhasen und einer Reitsportlegende ging es durch das Naherholungsgebiet Ludwigshain: Rundweg mit Bilderbuch-Panorama

Rundweg: Abwechslungsreiche Tour mit einer Kultur- und Weinbotschafterin bei Weisenheim am Sand

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Hübsches Fotomotiv. Foto: arf

Kultur- und Weinbotschafterin Andrea Honacker begrüßt uns am sommerlichen Spätnachmittag. „Mit mir könnt ihr was erleben – nicht nur Könige kreuzen heute unserenWeg, sondern auch Sandhasen und starke Pferde.“ Gut zwei Stunden geht es nun gemeinsam auf einen abwechslungsreichen Rundweg von rund drei Kilometern: Durch ein geschichtsträchtiges Kastanienwäldchen und saftige Wiesen, hinauf auf die sanft hügeligen Weinberge mit Blick über die Haardt – Bilderbuch-Panorama von Schloss Hambach bis zum Städtchen Freinsheim. Zurück geht es dann auf lauschigen Waldwegen am See vorbei, Bänke und Tischgruppen laden zum Verweilen ein. Kulinarisch werden wir mit zwei Weinproben und Pfälzer Tapas an den schönsten Fleckchen entlang des Weges verwöhnt.

Namensgeber für das Naherholungsgebiet ist König Ludwig II., an den hier eine Stele im 250 Jahre alten Kastanienwäldchen erinnert. Auch Weisenheimer gingen in den Krieg und trugen zum Sieg 1871 gegen Frankreich bei. Während Andrea Honacker erklärt, welchen Einfluss das königliche Bayern auf die Pfalz bis 1946 hatte, begeben wir uns auf schmale Pfade über das ehemalige Ziegelhüttengebiet hinauf zum Anwesen des legendären Springreiters Hugo Simon. Noch heute gibt es hier einen großen Reitstall mit Pferdezucht. Aber nicht nur hier finden sich weitläufige Koppeln. Im gesamten Naherholungsgebiet schlagen die Herzen der Menschen für Pferde. Mit seinen 50 Hektar Wald und Wiesen präsentiert sich ein einmaliges Naturschutzgebiet mitten in den Weinbergen, das auch Ornithologen, also Vogelkundler, anzieht.

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Hase als Wegweiser. Foto: arf

Weiter oben zwischen den Reben, ein Stück auf dem „Sandhasenweg 3“, verkosten wir am höchsten Aussichtspunkt den ersten Wein in der milden Abendsonne. „Der Wein in unserem Glas ist das Ergebnis eines Zusammenspiels von Rebsorte, Lage, Böden und Kellertechnik. Viel Arbeit übers ganze Jahr.“

Zehn Winzer bewirtschaften insgesamt 360 Hektar Rebfläche in Weisenheim. Damit gehört es zu den größten Weinorten der Pfalz. Angebaut werden die Sorten Riesling, Burgunder, Dornfelder und Portugieser. Weisenheim am Sand, das dieses Jahr auf seine 1250 Jahre alte Geschichte blickt, liegt beim Wort genommen „am Sand“. Wein, Spargel und Obst lassen sich auf den leichten Sandböden kultivieren. Nicht nur das. Kleine Geschichten ranken um diese Naturgegebenheit. Der einst hier abgebaute „Silbersand“ wurde sogar von Schiller zum Trocknen seiner Tinte verwendet. Und liebevoll nannte man hier die Hasen „Sandhasen“ – die Tiere zieren als regionales Wahrzeichen für Weisenheim Brunnen und Wegbeschreibungen.

Entenbesuch und ein Absackerle

„Es ist mir wichtig, den Gästen meine Heimat lebendig zu machen und flexibel auf Wünsche zu reagieren.“Als zertifizierte Gästeführerin schöpft Andrea Honacker aus Wissen in Geschichte, Kultur und Weinbau. Das macht diesen Spaziergang zu einem Gesamterlebnis. Mit allen Sinnen. Uns schmeckt die zweite Weinprobe am See. In der Idylle leistet uns nur eine Entenfamilie Gesellschaft. Auf Wegen an Pferdekoppeln vorbei nähern wir uns wieder dem Kastanienwald und verabschieden uns von König Ludwig. Mit einem Absackerle aus der ortsansässigen Edelobstbrennerei. Das Sandsteindenkmal schimmert nun erst recht im warmen Abendlicht ... arf

INFO

www.weisenheimamsand.de/tourismus/gefuehrte-wanderungen.html
Info und weitere Angebote der Kultur-und Weinbotschafter:
www.kultur-und-weinbotschafter.de/pfalz/veranstaltungen oder per Telefon: 06327 960792