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Ausbildung und Beruf September 2020 - Ludwigshafen

„Den Antrag unbedingt vollständig und gut leserlich einreichen“

Was Studierende wissen müssen: Bei diesen Fehlern verzögert sich die Bewilligung des Bafög-Antrags

Der Bafög-Antrag gehört nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen von Studierenden. Insgesamt soll dasVerfahren aber nutzerfreundlicher werden.
FOTO: CHRISTIN KLOSE/DPA

9.09.2020

B-a-f-ö-g:Die fünf Buchstaben stehen für das etwas sperrige Wort „Bundesausbildungsförderungsgesetz“. Danach greift der Staat nicht nur Studenten, sondern auch Schülern Monat für Monat unter bestimmten Voraussetzungen finanziell unter die Arme. Bis das Geld auf dem Konto landet, gibt es aber einiges zu tun.

Wie hoch sind die Bafög-Sätze aktuell?

Monatlich ist für Studierende eine Unterstützung von bis zu 853 Euro möglich. Ab Herbst 2020 liegt der Höchstbetrag nach Angaben des Bundesbildungsministeriums bei 861 Euro. Darin sind der Grundbedarf, der Bedarf für die Unterkunft bei auswärtiger Unterbringung und der Krankenversicherungszuschlag enthalten. Für Schüler steigt der Bafög-Höchstbetrag zum Schuljahresbeginn von 825 auf 832 Euro.

Wie finde ich heraus, ob ich Anspruch habe und wo finde ich Hilfe?

Am einfachsten funktioniert das online – zum Beispiel über Online-Bafög-Rechner der Studierendenwerke. Hilfe gibt es im Bafög-Amt des Studierendenwerkes an der jeweiligen Hochschule. Zu finden ist es zum Beispiel über die Online-Suche auf der Webseite des Deutschen Studentenwerks.

Welche Tücken gibt es beim Ausfüllen des Bafög-Antrags?

So ganz ohne ist das Ausfüllen nicht, es ist mit etwas Aufwand verbunden. Wichtig vor dem Ausfüllen: Studierende sollten sich zum Beispiel im Bafög-Amt erkundigen, welche Unterlagen sie für den Antrag benötigen. So kommt es etwa auf die Einkommensteuerbescheide der Eltern vom Vorjahr an. Viele Anträge seien unvollständig, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. Weil die Sachbearbeiter deswegen Unterlagen bei den Studierenden nachfordern müssen, dauert die Bearbeitung länger. Daher: „Unbedingt den Antrag vollständig und gut leserlich einreichen“, rät Grob.

Antragsteller sollten keine Felder auf den Formularen leer lassen. Idealerweise füllen sie den Antrag online aus. Der Vorteil: Die Eingaben werden direkt auf Plausibilität und Fehler geprüft. Wer sich bei der ein oder anderen Angabe unsicher ist, sollte nachfragen. Ab dem Wintersemester 2020/21 soll die Beantragung dank neuer Formblätter und Verbesserungen des elektronischen Antrags nutzerfreundlicher werden.

Wann muss man den Antrag stellen?

Bafög gibt es erst ab dem Antragsmonat. Für eine Bearbeitung und Bewilligung müssen aber alle Nachweise vorliegen, etwa die entsprechende Studienbescheinigung. Für zurückliegende Monate kann kein BaföG gewährt werden.

Wann muss ich den Antrag aktualisieren?

Damit das Bafög-Geld ohne Unterbrechungen fließt, sollte der neue Antrag für die Förderung mindestens zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums gestellt werden. Auslands-Bafög sollten Interessierte möglichst sechs Monate vor dem Auslandsaufenthalt beantragen – die Immatrikulationsbescheinigung der ausländischen Hochschule kann nachgereicht werden.

Was gilt in Sachen Bafög in Zeiten von Corona?

In der Corona-Krise verlieren die Eltern von Bafög-Empfängern mitunter ihren Job oder sind in Kurzarbeit. In der Folge kann es vorkommen, dass sie weniger oder keinen Unterhalt für ihr Kind leisten können. In solchen Fällen ist ein sogenannter Bafög-Aktualisierungsantrag möglich. Das Bafög-Amt legt dann das aktuelle Einkommen der Eltern zugrunde – und nicht das des vorletzten Kalenderjahres. dpa

INFO

Weiterführendej Informationen unter
bafög.de/de/einkommensaktualisierung-197.php
bafög.de/de/elektronischeantragstellung-587.php
studentenwerke.de (Online-Suche Bafög-Amt)
bafög.de/de/alleantragsformulare-432.php

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