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Künstliche Intelligenz schon lange ein Thema

ZKM prägt seit 30 Jahren das Bild der Gegenwart und gestaltet Zukunft

Künstliche Intelligenz schon lange ein Thema

„Kugelkabinett“, 1965, Styroporkugeln, fluoreszierende Farbe, Licht und Schwarzlicht, elektronische Lichtsteuerung © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. Foto: Felix Grünschloß

2019 feiert das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe runden Geburtstag: Seither prägt das ZKM inzwischen das Bild der Gegenwart und gestaltet Zukunft.

Höhepunkte aus der ZKM-Sammlung

Die Medienkunstinstitution wurde 1989 gegründet, um die Zukunft der Künste und Medien unter einem Dach zu thematisieren. Im Jubiläumsjahr zeigt das ZKM als Höhepunkt seine weltweit renommierte Sammlung. In der Ausstellung „Writing the History of the Future“ werden zahlreiche Werke präsentiert, die nicht nur die Identität des Medienkunstzentrums ZKM ausmachen, sondern die inzwischen als Besucherlieblinge aus dem Karlsruher Kulturleben nicht mehr wegzudenken sind. „Writing the History of the Future“ stellt Künstler vor, die den medialen Wandel sehr früh aufgegriffen haben und spätere technologische sowie gesellschaftliche Entwicklungen vorweggenommen haben: Im ersten Teil der Sammlungsausstellung sind erste ästhetische Experimente mit Schrift und Sprache zu finden, beispielsweise Ferdinand Kriwets „Rundscheiben“ von 1961, bei denen Schrift spiralförmig, gespiegelt und gebrochen in Ringen und Kreisen angeordnet ist.

Computergenerierte Grafik und Poesie

Auch frühe computergenerierte Grafik und Poesie sind hier eindrucksvoll zu bestaunen: Theo Lutz wandte 1959 schon auf ein Vokabular aus Franz Kafkas „Schloss“ einen Algorithmus an, der mithilfe eines Pseudozufallsprogramms ein Gedicht erzeugte. Diese Werke belegen eindrucksvoll, dass bestimmte Diskussionen, die jetzt im Hinblick auf Künstliche Intelligenz geführt werden – zum Beispiel „Ist die Maschine kreativ?“ oder „Können Maschinen denken?“ – zur damaligen Zeit fast wortgleich geführt wurden. Yaacov Agam baute schon 1967 in die Arbeit „Fiat Lux“ einen Geräuschsensor ein: Durch Klatschen konnte eine Glühbirne eingeschaltet werden. Heute wird die Gestensteuerung in intelligenten Gebäudesteuerungssystemen eingesetzt.

Am 19. Juli 2019 wird im Erdgeschoss des Lichthofs auch der zweite Teil der Sammlung eröffnet. Die Erweiterung widmet sich der Geschichte und den Utopien der Videokunst, der computerbasierten Kunst, der Holografie und der Sound Art. (msw)

Info
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Lorenzstraße 19, 76137 Karlsruhe, www.zkm.de
„Writing the History of the Future.“
Die Sammlung des ZKM Teil I, seit 23. Februar 2019
„Writing the History of the Future.“
Die Sammlung des ZKM Teil II, ab 17. Juli 2019