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Region mit Zukunft

Strategien für ein gutes Leben – jetzt und in der Zukunft

Pirmasens und Sippersfeld gehören zu den Modellkommunen für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz – Projekt läuft zwei Jahre

Strategien für ein gutes Leben – jetzt und in der Zukunft

Da ging’s richtig los: Vertreter der acht Ausgewählten bei der Auftaktveranstaltung im Dezember 2019.

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Dem Biosphärenreservat Pfälzerwald wurde im Juni 2019 das Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“ bewilligt. Im Kern geht es darum, kommunale Nachhaltigkeitsstrategien mit konkreten Aktionsplänen zu entwickeln.

„Es geht nicht nur um Umweltschutz“, betont Corinna Säger. Die Regionalwissenschaftlerin Jahrgang 1978 hat die Gesamtsteuerung des Modellprojekts inne, ihr Schreibtisch steht in der Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald in Lambrecht. „Das Projekt ist geknüpft an die Sustainable Development Goals, kurz SDGs, die die Vereinten Nationen als Teil der Agenda 2030 entwickelt haben.“ Kern dieser Agenda ist,wirtschaftliche und technologische Entwicklungen sozialgerecht und unter Achtung der ökologischen Grenzen zu gestalten.

An der Stelle kommen die Kommunen mit ihrer lokalen Verankerung ins Spiel. Acht wurden in einem Bewerbungsverfahren für das Projekt ausgewählt: die Städte Pirmasens, Bad Bergzabern und Neustadt, die Verbandsgemeinden Lambrecht und Maikammer sowie die Ortsgemeinden Sippersfeld, Kallstadt und Klingenmünster. Vor Ort arbeiten fachübergreifende Teams, manche rein ehrenamtlich besetzt. In der Steuerungsgruppe sind außer den acht Kommunen die unterstützenden Landesministerien, Behörden, Verbände und Vereine wie Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) vertreten.

„Wo wollen wir hin? Was haben wir schon, was müssen wir tun, welche Maßnahmen eignen sich, welche Partner brauchen wir und wie arbeiten alle am besten zusammen?“ Bis Ende 2021 haben die Teilnehmer Zeit, sich solchen Fragen zu widmen. „Der Fokus ist von Kommune zu Kommune verschieden“, erläutert Säger. „Aber alle profitieren.“

Beispiel Sippersfeld im Donnersbergkreis. In der 1100-Seelen-Gemeinde liegt laut Säger ein Fokus auf dem Erhalt einer lebendigen Kulturlandschaft mit hohem Wert für die Artenvielfalt. Weitere Herausforderung sei die alternde Gesellschaft: „Dieser Aspekt von Nachhaltigkeit reicht von der Fortbewegung auf dem Land und Perspektiven für die Jugend bis zum Hausarzt.“

Anders die Ausgangslage in Pirmasens: 2013 war die Stadt unter den Top drei mittelgroßer Städte beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis, sie ist klimaaktive Kommune, städtische Einrichtungen setzen auf Ressourcenschonung. „Solche Leuchtturmprojekte im sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bereich sollen auf eine breitere Basis gestellt werden“, erzählt Säger über die Bewerbung der Stadt. Schwerpunkte lägen unter anderem auf der Gestaltung des Strukturwandels für erneutes Wirtschaftswachstum, auf der Stärkung des Hochschulstandorts, einer engeren Begleitung bedürftiger Familien sowie einer verbesserten Bildungsinfrastruktur. So soll die Lebensqualität aller Bevölkerungsgruppen gesichert werden. kgi

INFO

Das Projekt in Kürze

Träger: Biosphärenreservat Pfälzerwald des Bezirksverbands Pfalz

Gefördert / unterstützt durch: Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ von Engagement Global mit Mitteln des Bundes (BMZ) / Ministerien für Umwelt, für Wirtschaft und des Inneren mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz

Ziele: Netzwerk, von dem auch andere profitieren; Austausch des Know-Hows; Entwicklung einer gemeinsamen, regionalen Nachhaltigkeitsstrategie kgi